Blockchain-Kolumne #2: Eine neue Musikrevolution?

Eine neue Folge der Blockchain Kolumne von Boris Janek. Alle Folgen finden Sie hier.


Sängerin Adele veröffentlicht ihr aktuelles Album nicht auf Streaming-Plattformen. So protestiert sie gegen den – ihrer Meinung nach – zu geringen Preis, den Musik im Internetzeitalter hat. Aber sind es nicht wie üblich Intermediäre und damit vor allem die Verlage, die das Geld bekommen, das eigentlich den Künstlern zustehen würde?

Adeles Vorstoß ist dabei ebenso wenig erfolgsversprechend, wie die zahlreichen Versuche anderer populärer oder weniger populärer Künstler, gegen Spotify, Apple Music und Co. vorzugehen. Anders sieht dies aber bei Imogen Heap aus, die für ihr nächstes künstlerisches Produkt auf die Blockchain setzt:

Blockchain technology allows for instant, private, and totally transparent transmission of artist royalties, including realtime distributions to co-writers, producers, technology partners, publishers, and even labels.

So hält der Künstler also alle Rechte und Möglichkeiten über sein Werk in seiner Hand. Er kann sich also auf sich selbst verlassen. Programmieren lernen wäre vielleicht noch notwendig.

Blockchain follows Culture

Wären wir nun in der Finanzwelt, dann würden die Verlage schnell versuchen, ihre eigene Blockchain zu entwickeln, wobei sogar Banken-Insider erkannt haben, dass diese Idee nicht die grundsätzlichen Probleme der Banken lösen wird. Denn wer eine eigene Blockchain bauen möchte und dabei nur Effizienz und Kosten im Blick hat, bewegt sich in einer Welt, die nur jene Werte kennt, die einen Preis haben. Und was bleibt dann, wenn wir uns wirklich  – wie Jeremy Rifkin schreibt – in Richtung null Grenzkosten Gesellschaft entwickeln?

Disruption + Anarchie

Kolumnist Boris Janek schreibt auf finletter regelmäßig über Blockchain
finletter-Kolumnist Boris Janek

Es kann natürlich nicht schaden, sich umfassend mit der Blockchain-Technologie zu befassen, denn irgendwann haben dann sicher auch die Player der etablierten Finanzbranche mal die ein oder andere gute Idee in Sachen Anwendung der Blockchain-Technologie.

Vielleicht müssen sie dafür ein wenig wie Steve Jobs oder gar wie Anarchisten denken, denn die Blockchain-Welt wird ganz sicher die Strukturen einiger Branchen neu ordnen.

Boris Janek

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