Die Insurtech-Frühjahrstrends 2019

In der Welt der Fintechs und Insurtechs geht es dynamisch zu. Trends folgen in rasanter Geschwindigkeit aufeinander. Innerhalb des Insurtech-Bereichs stehen dabei vier Schlüsseltrends im Vordergrund jeder zukünftigen Geschäftsentwicklung:

• Millennials: Die Kunden ändern sich
• Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz (KI)
• Inklusion statt einfach nur Vielfalt
• Wachstum der KMU und kleineren Unternehmen

Warum müssen wir über diese Trends so genau Bescheid wissen?

Millennials: Die Kunden ändern sich

Dieser Trend bestimmt die drei folgenden und sollte daher an erster Stelle betrachtet werden. Der Begriff „Millennial“ ist schon seit Langem in aller Munde. Wir müssen erkennen, dass Millennials ein wichtiger Treiber für Veränderungen sind. Da diese Generation, die ein Drittel aller Beschäftigten ausmacht, inzwischen so weit herangereift ist, dass sie über die volle Kaufkraft verfügt, verändert sie den weltweiten Kundenbestand und die Kauftrends radikal.

Technologieriesen haben diese heranwachsende Generation geprägt. Der Wunsch nach Hyper-Personalisierung, mobilen Erstlösungen, Loyalität und ethischen Grundsätzen treibt die Millennials an. Als Digital Natives ziehen sie Erfahrungen den reinen Dingen vor. Als Innovatoren passen Millennials nicht zum Modell der 38-Stunden-Woche. Als Unternehmer prägen sie die Start-ups von heute und die Unicorns von morgen. Sie sind die kommenden High Net Worth Individuals (HNWIs).

Und sie sind schon heute Kunden.

Millennials sind schon heute Kunden
Die Bevölkerung altert und so oder so sind Millennials die Kunden der Zukunft. Zeit, sich ihnen zu nähern! Foto: pexels.com, CC 0

Hinzu kommt eine alternde Bevölkerung. Diese Gruppe beherrscht in vielen westlichen Ländern den Wohlstand und die Bevölkerungszahl. Diese Menschen wollen Werte erhalten und sind auf der Suche nach präventiven Gesundheitslösungen.

Unternehmen, ob groß oder klein, müssen kontinuierlich innovativ sein und innovative Strukturen in ihrem Kern verankern, um am Markt bestehen zu können. Um die Segmente der Zukunft zu bedienen, müssen alte Modelle durch neue ersetzt werden.

Industrie 4.0 und KI

Da Industrie 4.0 uns hilft, Interaktionen zwischen virtuellen und physischen Systemen zu optimieren, wird sich eine stärkere Integration von Machine Learning, KI, Robotik, Blockchain usw. durchsetzen.

So werden beispielsweise sensorgesteuerte präventive Wartungslösungen benötigt, um die Sicherheit von Arbeitern zu erhöhen. Die Stärke der Blockchain wird schrittweise zu mehr Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Vertrauen führen. Intelligente Wearables unterstützen bereits heute die Arbeitssicherheit durch den Einsatz von Exoskeletten zur Verbesserung der Ergonomie oder von Trackern, die den Zugang zu Gefahrenzonen verhindern. MākuSafe und Kinetic Reflex bieten Beispiele, in denen derartige Technologien bereits Anwendung finden.

Hinzu kommt die allmähliche Einführung von KI. Hierzu zählen nicht die reißerischen Schlagzeilen. Die KI durchläuft eine stille Revolution, in deren Rahmen viele systemische Veränderungen erfolgen, um einfache Aufgaben zu ersetzen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Chatbots innerhalb des Schadenmanagementprozesses. Die KI automatisiert komplexe Prozesse mit robotergesteuerter Prozessautomatisierung (Robotic Process Automation, RPA), bietet eindeutige Hinweise bei der Risikoeinschätzung und unterstützt die Kundenbindung. Beispiele für KI-Trends sind UiPath, Spixii und Dacadoo.

Inklusion statt einfach nur Vielfalt

„Vielfalt“ ist ebenfalls schon lange ein Schlagwort. Hier widmen wir der Inklusion mehr Aufmerksamkeit. Inklusion ist die treibende Kraft hinter der Vielfalt. In der Praxis sind Vielfalt und Innovation oft zwei ganz unterschiedliche Bereiche der Realität.

Inklusive Organisationen sind im Gegensatz zu anderen 120 Prozent besser aufgestellt, wenn es darum geht, finanzielle Ziele zu erreichen und dabei angemessene innovative Maßnahmen einzusetzen. Hier sind wir also schon direkt auf dem Weg zu echter Differenzierung.

Inklusion ist schwer zu erreichen und schwer zu quantifizieren. Dennoch dürfen Unternehmen nicht davor zurückschrecken, Verhaltensweisen zu fördern, die geeignet sind, Kulturen und Denkweisen zu verändern und eindeutige Wachstumsvorteile zu erzielen.

Wachstum der KMU und kleineren Unternehmen

Wie bereits erwähnt, führt das Erwachsenwerden der Millennials dazu, dass KMU, Freiberufler und Start-ups die Wirtschaft und Innovationen der Zukunft wirklich vorantreiben. Die Art der Arbeit verändert sich, und das zeigt sich an der Basis einer Generation von Individuen, die nicht umhinkönnen, die Dinge anders als bisher und mit Hilfe von Technologie zu gestalten.

Der Markt wird durch die Kraft der Innovation massiv gestört. Weder etablierte noch kleine Unternehmen können sich dem entziehen. Die Wettbewerbslandschaft verändert sich mit den Erwartungen der Kunden. Seien Sie also bereit, sich anzupassen.

Ein Beispiel dieses Trends im Insurtech-Bereich ist Nimbla. Nimbla ermöglicht es Unternehmen, sich gegen einzelne unbezahlte Rechnungen zu schützen. Und dieses Maß an Personalisierung kommt von einem Start-up. Nicht nur große Versicherungsriesen, die nun versuchen, von jüngeren Unternehmen zu lernen, sind hier am Zug.

Frühjahrstrends 2019

All diese Trends sind miteinander verflochten und ergänzen sich wechselseitig. Lernen Sie daraus!

Sabine Vanderlinden im Insurtech-Quartett über Millennials


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Sabine VanderLinden

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