finletter 249 – Corona, Gothaer, Revolut mit Junior-App

Fintechs in Zeiten von Corona

Die Berichterstattung der letzten Wochen ist geprägt durch das Corona-Virus und natürlich auch durch dessen Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Meist ging es dabei um die Einbrüche am Aktienmarkt, auf die Corona aufgrund von Lieferengpässen oder Zukunftssorgen Einfluss genommen hat. Nun wird das Corona-Virus aber auch auf andere Weise relevant für die Finanzbranche. So schickte die EZB in der letzte Woche Kollegen nach Hause, weil sich ein Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert hatte. Früher als viele andere ist die EZB einen Schritt weiter gegangen und ließ tausende Mitarbeiter von zu Hause arbeiten, um die Auswirkungen auf die Stabilität der IT-Infrastruktur zu testen. Laut EZB verlief der Test vielversprechend. Auch die Deutsche Bank hatte Ausfälle aufgrund des Corona-Virus zu beklagen. Daher fuhr man am Standort London eine Split-Business-Strategie wie viele andere Bankhäuser auch. Durch das Verteilen von Mitarbeitern sollte so das Ausfallrisiko minimiert werden. Schließlich sei es auch Vorgabe der EZB, Notfallpläne parat zu haben und gesunde Mitarbeiter zu schützen und arbeitsfähig zu halten. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht allen klar, dass dies nun überall gängige Praxis werden sollte.

„finanz-szene.de“ hat sich explizit die Krisenfestigkeit der Fintechs vorgenommen. Dabei kommt das Portal zu dem harten Schluss, dass ein Ausbruch einer großen Krise durch das Corona-Virus für viele kleine Fintechs das Ende bedeuten dürfte, da dann nicht mehr damit zu rechne sei, dass die Investitionen fließen würden „wie aus Gießkannen“. Vor dem Hintergrund hat das Portal die Funding-Situation von 20 deutschen Fintechs bewertet und jeweils kommentiert, wie es die jeweiligen Fintechs als auf das Corona-Virus vorbereitet sieht. Insurtechs etwa ließ „finanz-szene.de“ außen vor. Das Fazit liest sich für die Szene im Übrigen beruhigend. Wenngleich einzelne kleine Existenzen bedroht scheinen, habe sich die Mehrheit der Fintechs mit polsterndem Eigenkapital versorgt und sei gut gerüstet für eine Krise durch das Corona-Virus.

Penta geht sogar völlig in die Offensive und hat mitten in der Krise rausgehauen, dass es 18,5 Millionen Euro eingesammelt hat. Die, denen es nicht so gut ergehe, können sich immerhin auf staatlichen Support einstellen. So wurde beschlossen, dass Start-ups, die wegen der aktuellen Krise in Schieflage geraten, um einen Insolvenzantrag bis September herumkommen. Ein-Mann-Betriebe können sogar von einem eigens eingerichteten Rettungsfonds profitieren.

„financefwd.com“ beleuchtet explizit die Strategie beim Platzhirsch N26, wo das Virus nun offenbar die Home-Office-Kultur gefördert hat. Einen Gewinneinbruch spüre man bei N26 indes noch nicht, da die Kunden ihre Transaktionen nun nicht einstellen sondern verlagern würden – von der Bahn zu Netflix und Co. Weiter bestätigt der Bericht die Aussage von „finanz-szene.de“, dass genug Eigenkapital für eine Durststrecke vorhanden sei. Gleichzeitig deutet der Artikel auf die weiteren positiven Aspekte, da ein Fintech nunmal besser für eine digitale Phase gerüstet sei, als eine klassische Bank. Vor allem sei ein breit aufgestelltes Ökosystem, wie etwa bei Klarna oder Wirecard ein Erfolgsgarant in der Krise, findet Chris Skinner. Einen weiteren Vorteil für Fintechs könnte aber auch die Empfehlung des Branchenverbandes Bitkom bedeuten. Demnach solle im Notfall ein Gesetz zum kontaktlosen Bezahlen im Einzelhandel zwingen, um Ansteckungsgefahren zu reduzieren. Auch André M. Bajorat sieht trotz oder gerade wegen Corona Chancen für Fintechs. Gerade würden Trends dynamisiert. Wer hier Gaps erkenne und diesen richtig begegne, sei im Vorteil.

Den chinesischen Giganten Alipay hat das Corona-Virus nach eigener Aussage nun sogar dazu inspiriert, einen gewaltigen Schritt zu gehen. So hat Alipay nun angekündigt, seine Plattform rund 40 Millionen chinesischen Dienstleistern zur Verfügung zu stellen. Inspiriert worden sei das Mammut-Projekt durch die massiven Reaktionen auf einen Aufruf an Entwickler, Mini-Programme zu entwickeln, die den Auswirkungen des Corona-Virus begegnen sollten. Prompt wurden über 180 Programme geschrieben, etwa für kontaktlose Lebensmittellieferungen oder medizinische Beratung. Inspiriert durch die Agilität der Dienstleister in Zeiten von Corona habe man sich zu dem Schritt entschlossen, den Fokus nun etwas weniger auf Finanzen zu legen und zu einer Plattform für digitale Dienste zu avancieren.

Einen anderen Fokus setzt indes „techcrunch.com“. Das Portal erinnert an die Menschlichkeit hinter der Technik und appelliert an Firmenchefs, da eine Stütze zu sein, wo die (amerikanische) Regierung derzeit versage. So werden ausdrücklich Menschen wie Alibaba-Mitbegründer Jack Ma erwähnt, der 500.000 Testkits und eine Millionen Gesichtsmasken spenden will.

Die Videoplattform Zoom hat angekündigt, gewisse Schulungsvideos in besonders betroffenen Ländern kostenlos freizuschalten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will in Zusammenarbeit mit Mastercard und Wellcome Behandlungen in Höhe von 125 Millionen US-Dollar finanzieren. Facebook stellte 20 Millionen bereit, Apple will sich mit 15 Millionen US-Dollar beteiligen und ermöglicht es Nutzern der Applecard, die März-Rechnung bei finanziellen Engpässen erst im April zu zahlen – zinslos. Auch das kenianische Pionier-Unternehmen M-Pesa will Gebühren fallen lassen, um Bargeldtransaktionen zu unterbinden, während SumUp seinen Kunden Gebühren für Distanzzahlungen im Geschäft erlässt. Auch andere Firmen sind genannt, die bei ihren Gebühren großzügig verfahren wollen. Das Portal setzt dann auch einen Schlusspunkt, der Hoffnung macht. Es sagt, dass kein Zweifel besteht, dass „solche Gesten einen großen Teil unserer Fähigkeit ausmachen werden, aus einem der gruseligsten und surrealsten Momente der jüngsten Erinnerung hervorzugehen.”

Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal „finanz-szene.de“. Dort hieß es in einem Artikel kurz vor Veröffentlichung des aktuellen finletters, dass Penta-CEO Marko Wenthin derzeit mit der Bundesregierung und der KfW in Gesprächen stecke, um die Hilfsmaßnahmen weniger bürokratisch zu gestalten. Ob das gerade beschlossene Hilfsprogramm nun auf Wenthins Initiative hin entstand, lässt der Artikel offen – ein klassischer Cliffhanger. Wie passend, denn klar ist bereits jetzt, dass das Virus nicht nur die Finanzwelt weiter in Atem halten wird.

finanz-szene.de,  techcrunch.com, it-finanzmagazin.de, fintechfutures.com, fintechnews.ch, finews.ch, financefwd,com, financefwd.com, internetworld.de, techcrunch.com, techcrunch.com, t3n.de, paymentandbanking.com, gruenderszene.de, geld.digital.de, finanz-szene.de


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– Fintech-News Deutschland –

Gothaer setzt auf digitale BU-Prävention: Mit der Ende 2019 gelaunchten Anwendung „FEEL“ und einem Sensoren-Armband trackt die Versicherung den Alltag von Kunden und will so besonders belastende Situationen erkennen und helfen, diese zu meistern. So sollen speziell psychische Erkrankungen verhindert werden, die eine Berufsunfähigkeit auslösen können. procontra-online.de

Wirecard bietet WeChat Pay für europäischen E-Commerce: Mit der Integration von WeChat können nun auch europäische Händler online die Funktion als Zahlungslüsung für chinesische Kunden anbieten. Domit eröffnen Wirecard seinen Händlern einen zugänglichen Zugang zum chinesischen Markt. it-times.de

NRW.Bank beteiligt sich an Kölner Blockchain-Start-up: Ubrich ist ein Kölner Start-up und Spezialist für Blockchain-Anwendungen im Internet of Things. Mit seiner Datensicherungs-Anwendung „Blockchain of Things“ ermöglicht das Unternehmen laut Artikel Sicherheitsstandards wie beim Militär. Neben der NRW.Bank beteiligt sich auch der Tech-Inkubator der Telekom an der aktuellen Finanzierungsrunde. it-finanzmagazin.de

Finiata zieht sich aus Deutschland zurück: Nach dem Rückzug von Funding Circle stellt nun auch das Finanzierungs-Fintech, dass 2016 von Sebastian Diemer gegründet wurde, seinen Dienst hierzulande ein. Jan Enno Einfeld, der aktuelle Geschäftsführer, begründete den Schritt damit, dass man ohnehin den Großteil des Umsatzes mit dem Angebot FlexKapital in Polen mache und dort außerdem die regulatorischen Rahmenbedingungen lockerer seien.  handelsblatt.com

Tomorrow will CO2-Abdruck ausgleichen: Grünes Banking wurde in den letzten Monaten immer präsenter. Nun hat der Mobile-Banking-Anbieter Tomorrow verkündet, mit einem neuen Giro-Modell erstmals den ökologischen Fußabdruck eines durchschnittlichen Deutschen gänzlich zu kompensieren, in dem es für jedes neu eröffnete Konto in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern investiert. Für eine Gebühr von 15 Euro im Monat wird den Kunden ein CO2-Ausgleich von jährlich gut elf Tonnen versprochen. paymentandbanking.com

Mehrheit der Deutschen nutzt mobiles Banking: Laut Zahlen der Star Finanz nutzte im vergangenen Jahr jeder zweite sein Smartphone für Banking-Geschäfte. Betrachtet man die Nutzung von Online-Banking allgemein, waren es sogar 70 % und damit doppelt so viele wie noch fünf Jahre zuvor. Allerdings lässt der Artikel offen, wie genau mobiles Banking in der Studie definiert wurde. Im gleichen Zug ist auch davon die Rede, dass nur etwa ein Drittel der Deutschen das Smartphone für den Zugang ins Internet nutzt. it-finanzmagazin.de

Digitale Immo-Investments knacken Milliardengrenze: Acht Jahre, nachdem die ersten Crowd-Investment-Plattformen an den Start gegangen sind, konnte 2019 die magische Grenze erreicht werden. Demnach gingen die Investitionen insgesamt in Start-ups und Immobilien direkt. cash-online.de

 

– Fintech-News International –

Revolut startet App für Kinder: Eltern oder Erziehungsberechtigte mit einem Revolut-Konto, können nun einen eigenen Junior-Account für ihre Kinder zwischen 7 und 17 Jahren eröffnen. Die Anwendung ist in ihren Funktionen begrenzt und in zwei Hälften unterteilt – Konto und Profil. So haben Kinder einen Überblick über ihre Transaktionen während Eltern diese jederzeit überwachen und im Notfall einzelne Features abschalten können. techcrunch.com

Klarna startet Instant Shopping im DACH-Raum: Dabei handelt es sich um eine Express-Funktion, die dem Kunden einen Kauf von Waren in zwei Klicks ermöglicht. Ein Umweg über den Warenkorb ist dann nicht mehr notwendig. Paypal und Amazon bieten solche Funktionen bereits. Händler können die neue Funktion auf der Website oder auch über Social Media-Kanäle anbieten. mobiflip.de

Finastra-Kunden können jetzt KI-App nutzen: Ab sofort stellt Finastra beispielsweise Banken die Retailbanking-App zur Verfügung, damit diese rund um die Uhr auf verschiedenen Kanälen mit ihren Kunden in Kontakt treten können. Mittels maschineller Intelligenz bietet Finastra so virtuelle Assistenten an. crowdfundinsider.com

Mastercard und Samsung schmieden Allianz für Schwellenländer: Die beiden Konzerne haben eine globale Partnerschaft geschlossen, um über eine Pay-on-Demand-Plattform die Digitalisierung in Schwellenländern zu fördern. Die Plattform soll die digitale Integration beschleunigen, in dem sie Finanzinstitute, Erstausrüster und Telekommunikationsunternehmen zusammen bringt. finextra.com

Sequoia trennt sich wegen Interessenkonflikt von Partner: Erstmals in seiner Geschichte trennt sich laut Artikel die Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft Sequoia von einem selbst geförderten Unternehmen, nämlich von Finix, einem US-Start-up für Zahlungs-Infrastruktur mit etwa 70 Mitarbeitern. Scheinbar kam man bei Sequoia zu dem Schluss, dass Finix zu sehr mit dem ebenfalls geförderten Start-up Stripe konkurriere. techcrunch.com

Empower sammelt 20 Millionen: Empower ist eine Mobile-Banking-Anwendung mit Sitz in den USA. Zu den Investoren gehört unter anderem David Velez, selbst Gründer von Nubank, also dem Gründer eines der wertvollsten Fintechs weltweit. Empower ist 2016 angetreten mit dem selbst gesteckten Ziel, den Zugang zu Finanzwissen zu demokratisieren. crowdfundinsider.com

Das Tec triumphiert in der Schweiz über das Fin: So zumindest deutet der Autor dieses Blogeintrages die Ergebnisse der Schweizer FintechStudie 2020. Demnach positionierten sich der Studie nach vor allem jene Unternehmen gut, die IT-typische Modelle im Fokus hätten statt der Ertragsmodelle aus dem traditionellen Banking. Insgesamt sieht die Studie für die Schweiz weiterhin einen wachsenden Markt, jedoch deutlich niedriger als noch im Vorjahr. fintechnews.ch


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– Treffpunkte –

Selbstverständlich bleiben auch Branchenveranstaltungen derzeit nicht von Absagen verschont. Wir sind bemüht, unseren Event-Kalender immer aktuell zu halten und abgesagte Veranstaltungen zu entfernen. Bitte prüfen Sie im Zweifel aber selbst noch einmal, ob eine Veranstaltung stattfindet. Zumindest in den nächsten Wochen scheint dies aus gesellschaftlicher Sicht aber ohnehin ausgeschlossen. Dass aus der Not eine Tugend werden könnte, in dem das Corona-Virus die Digitalisierung von Banken vorantreibt, war bereits im Editorial zu lesen. So ist das auch für den finletter die Gelegenheit, den Fokus auch auf die kontaktlosen Treffpunkte zu legen.

Webinar -Big Data: Empowering Banks to Drive Customer-Centricity: Kundenorientierung geht vor Produktorientierung: das ist der Claim des Anbieters. So würden auch kleine Schritte im digitalen Prozess nicht ausreichen, eine Plattform müsse her. Nicht nur Big Data, sondern auch Echtzeit-Datenerkennung. Wie genau sich Banken zu dem Thema aufstellen, will das Webinar beantworten. Außerdem soll es erklären, wie Plattformen die erforderlichen Tools anbieten können. 26. März, 15:00 Uhr, online.

Webinar Open Banking: Die Veranstalter sagen, dass zwar jeder bereits über neue Geschäftsmodelle und neue Ökosysteme spreche, es aber an Anleitungen fehle, wie diese sich strategisch umsetzen ließen. In diesem Webinar werden fünf konrekte Handlungsempfehlungen ausgesprochen. 27. März, 11 Uhr bis 12 Uhr, online.

Webinar – How to modernise card payments in an era of digital competition: Gerade in Zeiten der Corona-Krise scheint das kontaktlose Zahlen wichtiger denn je. Doch auch ohne Krise sieht finextra einen weiteren Bedarf auf dem Gebiet. Das Kundenerlebnis selbst wird demnach zunehmend zum Produkt. In diesem Webinar können Teilnehmer online mit Experten diskutieren. Es geht dabei um Themen wie die dominierenden Einflüsse bei Zahlungstechnologien und darum, wie Kartenemitttenten sich strategisch aufstellen sollten. 07. Mai, 15:00 Uhr, online.

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Event-Kalender auf finletter.de.

 

– Home-Office-Lektüre –

Das Muster hinter der Fintech-Strategie der Deutschen Bank: Bis auf eine Ausnahme folgen die sehr übersichtlichen Investments der DB in Fintech-Start-ups einer Strategie, findet „finanz-szene.de”. Die Investments entstünden positiv formuliert „mit Bedacht” und ohne dabei anderen Investoren hinterherzulaufen. finanz-szene.de

Alipay auf Europa-Tournee: Die Meldungen chinesisch-europäischer Kooperationen häuften sich in den letzten Wochen. „businessinsider.com” hat einen Blick auf die Gründe geworfen und analysiert, was sich Alipay vom Flirt mit europäischen Fintechs erwartet und was die Deals zur Win-Win-Situation macht. businessinsider.com

Banken und Fintechs, unite! Der Sparkassen Innovation Hub und EY legen eine gemeinsame Trendstudie zum deutschen Fintech-Markt vor. Als GOLDILOCKS-Sonderausgabe kann man die wichtigsten Erkenntnisse kostenlos lesen. goldilocks.sparkassen-hub.com

Warum die Zukunft des Bankings closed statt open sein könnte: Der Autor des Artikels macht einen Gegentrend zum Open Banking aus. Tatsächlich könnten Drittanbieter zusammen mit Unternehmen, die riesige Kundenstämme mitbrächten, eine Offenheit suggerieren, während sie eigentlich einen „geschlossenen Garten” anböten. Als Beispiel werden spezielle Ökosysteme genannt, die einzigartige Faktoren aufweisen, wie etwa China mit den Eigenheiten der Ein-Kind-Politik. fintechfutures.com

Blockchain bei der Coba: Banken haben laut diesem Artikel immer noch einen Vorteil gegenüber Fintechs, was das Vertrauen der Kundschaft angeht. Hierzu könnten demnach auch Blockchains beitragen. der-bank-blog.de

Sparkassen können mit Digitalisierung noch viel rausholen: Laut kürzlich veröffentlichter Studie des Hamburger Beratungs- und Softwarehaus PPI müssen Sparkassen und Volksbanken digitaler werden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Der Artikel auf „it-finanzmagazin.de” betont im Umkehrschluss aber auch, dass noch viel Potential in beiden steckt, sodass eine konsequente Umsetzung zeitgemäßer Methoden eine deutliche Qualitätssteigerung bringen kann. it-finanzmagazin.de

Darum sind Insurtechs kein Partner zur Umsetzung von „Bancassurance“: Jung, DMS & Cie. zeigt, was wirklich funktioniert und Umsätze bringt. Für Banken als Mehrfachagent oder Makler. Volles White-Label mit allen Prozessen. cash-online.de [gesponserter Beitrag]

Wie sich Insurtechs und Versicherungen ergänzen: Start-ups bieten Innovationsfreue und Flexibilität. So weit, so bekannt. Dass die etablierten Unternehmen häufig mit Marktmacht dagegenhalten, ist ebenfalls keine neue Erkenntnis. Dass sich dieses Verhältnis langfristig aber verschieben wird, davon sind die Gründer des Insurtechs Hepster in einem Interview überzeugt. it-finanzmagazin.de

67 Einhörner: Wenngleich auch ein Rekord verfehlt wurde, wurde auch im vergangenen Jahr kräftig in Fintechs investiert. Das Analyse-Unternehmen CBInsights hat sich die Zahlungsbewegungen der Venture Capitals angeschaut, unter anderem um Fintech-Investitionstrends ausfindig zu machen. Neben der Tatsache, dass es demnach weltweit nun 67 Fintech-Einhörner gibt, wartet die Studie mit interessanten Zahlen auf. So brachte eine Finanzierungsrunde in Indien alleine 1,7 Milliarden US-Dollar für One97. Zu dem Unternehmen gehört mit paytm Indiens größter Online-Marktplatz. der-bank-blog.de

Fintechs gegen Diskriminierung: Diskriminierung ist verboten und das ist gut so. Viele Vorurteile sind aber unterbewusste Begleiter unseres Alltags. So kann es sein, dass ein Bankberater bei einem Kreditgespräch – bewusst oder unbewusst – die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kunden anhand äußerer Parameter oder Kriterien wie der Religionszugehörigkeit misst. Zwar sei die Bewertung des finanziellen Risikos durch das persönliche Gespräch legitim, nicht jedoch die der Solvenz des Kunden. Hier könne Technik mit unbestechlicher KI eine vorurteilsfreie Verfahrensweise schaffen, die fairer sortiert, als ein Mensch dies tun könnte. Allerdings geht der Artikel auch nicht auf die Kehrseite der Medaille ein, dass eine reine KI-Umsetzung etwa einem solventen Kunden den Kredit verweigert, weil andere in seinem Wohnviertel lebende Kunden einen Kredit zuvor nicht bedienen konnten. So ist der Artikel einseitig, erläutert aber naheliegend die Vorteile der „neutralen” Technik. fintechfutures.com

 

– Meist gelesen in der letzten Woche –

… war der Beitrag über das grüne Banking der Zukunft. der-bank-blog.de

 

– Das Beste zum Schluss –

Food-Anleihen gegen die Krise: Viel zu lesen ist derzeit über die Auswirkungen von Corona auf den Finanzmarkt. In New York setzt man jetzt auf eine Form von Anleihe, die selbst Kapitalismuskritikern zusagen könnte. Mit „Dining Bonds“ können Kunden ihr Stammrestaurant unterstützen. So zahlt man am Kauftag einen Essensgutschein mit einem 25-Prozent-Rabatt, um diesen in 30 Tagen dann zu 100 Prozent einzulösen. Wie bei einer Staatsanleihe trägt der Kunde das Risiko, dass das Restaurant in 30 Tagen nicht mehr existiert. Im Erfolgsfall wird der Restaurantbesuch so deutlich günstiger und man verschafft dem Lokal seiner Wahl Planungssicherheit. Je mehr Kunden sich darauf einlassen, desto eher übersteht das Restaurant die Krise. supportrestaurants.org

Martin Pieck