finletter 260 – Wirecard, Vivid, Lemonade

Täglich grüßt Wirecard

Es erinnert tatsächlich ein wenig an den Murmeltierfilm, bei dem sich ein Ereignis immer wiederholt, bis Bill Murray einen Ausweg aus dem Schlamassel findet. Seit Monaten schon geben sich gute und schlechte Nachrichten für Wirecard die Klinke in die Hand, Kursstürzen folgen eben so rasche Erholungen.

Ganz so gleichen sich die Meldungen bei näherer Betrachtung dann aber doch nicht. Immerhin kam kurz nach Veröffentlichung des letzten Finletters richtig Bewegung in die Affäre. Einer Anzeige durch die Bafin wegen Marktmanipulation des Finanzdienstleisters folgte eine Razzia durch die Staatsanwaltschaft München. Wenn es noch eines äußeren Zeichens bedurft hatte, wie schwerwiegend die Vorwürfe gegen den Vorstand sind, wäre das damit erledigt gewesen. Wirecard sah sich gezwungen, zu betonen, dass sich die Vorwürfe nicht gegen die Gesellschaft, sondern allein gegen deren Vorstand richteten. Die „FAZ” sieht aufgrund der jüngsten Entwicklung die Vormachtstellung Wirecards in Gefahr und mutmaßt, dass es für andere Unternehmen nicht schwer sein dürfte, Wirecard die Kunden wegzunehmen, zumal ernstzunehmende Konkurrenten wie Ayden selten auf die bei Wirecard in die Kritik geratenen Drittanbieter zurückgreifen würden. Das gelte aber weniger für bestehende als vielmehr für neue Geschäftsbeziehungen. Es dürfte also auch wichtig sein, wie Wirecard -wieder mal- aus der Situation heraus geht. Denn trotz der gefühlten Abwärtsspirale konnte der Konzern immer wieder auch positive Schlagzeilen bringen. Die letzte ebenfalls in dieser Woche.  Mit einer neuen Kooperation mit Stocard hat Wirecard nämlich deutlich demonstriert, dass Wirecard bei Partnern eben nicht abgeschrieben ist. Stocard gilt als eines der größten europäischen B2C-Fintechs und kann durch Mitwirkung von Wirecard nun neue Funktionen für mobiles Zahlen in der eigenen mobilen Wallet anbieten. Der Aktienkurs von Wirecard hatte sich zwischendurch im Übrigen schnell erholt. Und täglich grüßt das Murmeltier.

handelsblatt.com, finanz-szene.de, cash.online.de, faz.net, finextra.com


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– Fintech-News Deutschland –

Neue Plattform Vivid Money will eierlegende Wollmilchsau werden: Das neue Fintech, das zwei russische Gründer in Berlin launchen, kommt teilweise in altbekanntem Gewand daher. Es lässt sich mit einzelnen bereits etablierten Konkurrenten aber schwer vergleichen, da sich Vivid vorgenommen hat, Dienstleistungen aus vielen bisher besonders relevanten Bereichen kombiniert anzubieten. So soll es neben dem Mobile-First-Konto mit Kreditkarte auch eine Brokerfunktion geben wie etwa bei Trade Republic. Außerdem wird eine Cashback-Funktion ergänzt, die wiederrum durch Gamification spannend werden soll. So können künftig Kunden, die in einer Location in einem gewissen Zeitraum am meisten ausgegeben haben, in der Folgewoche von Rabatten profitieren. Zudem soll die Höhe der Prämie in Teilen an den Aktienkurs eines dann zu bestimmenden Unternehmens gekoppelt sein und so Lust auf Wertpapierhandel machen. Dazu sind künftig auch Geschäftskonten geplant. Deutschland ist der erste Markt für Vivid, die Gründer aber kommen von Tinkoff, einer der größten Digitalbanken der Welt, die an der Börse in London mit rund fünf Milliarden US-Dollar bewertet ist. t3n.de, it-finanzmagazin.de, finance fwd.com

Blanket mit On-Demand-Versicherung für Fahrräder: Das Frankfurter Insurtech Blanket bietet künftig situationsgebundene Versicherungen, die Kunden per Swipe auf dem Handy freischalten können. So können Versicherungs-Bestandteile, die nur selten sinnvoll sind, kurzfristig hinzugebucht werden. Die üblichen Kündigungsfristen hat das Insurtech nach eigenen Angaben abgeschafft. Als plakatives Beispiel nennt das Unternehmen das kurzfristige und aufwandlose Versichern des Fahrrads für eine einmalige Reise. asscompact.de

Bux Zero startet in Deutschland: Mit dem niederländischen Unternehmen Bux startet eine weitere Investment-App im deutschsprachigen Raum, nämlich in Deutschland und Österreich. Die Beta-Phase lief bereits seit September 2019, kurz nach dem generellen Bux-Start in den Niederlanden. Schon jetzt hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 2,5 Millionen Nutzer. it-finanzmagazin.de

ING und McMakler arbeiten zusammen: Das Proptech McMakler ist ab sofort der ING-Partner für Immobilienvermittlungen, während die Direktbank als Finanzierungspartner für das Berliner Start-up fungiert.  So haben die rund 10.000 Baufinanzierungsvermittler der ING sofortigen Zugriff auf die bei McMakler hinterlegten Immobilien und profitieren außerdem von der Technik des Start-ups, während dieses seinen Kunden nun Immobilienvermittlung und Finanzierung aus einer Hand anbieten kann. asscompact.de

Dreams kommt mit eigener App nach Berlin: Als Personal Trainer für Finanzen versteht sich das skandinavische Fintech selbst. In Berlin will das Start-up nun Fuß fassen und hat für den deutschen Markt eine eigene App entwickelt. it-finanzmagazin.de

Klarna mit neuem Reward-Programm und Kooperation mit Weltsparen: Gleich zwei Neuerungen hat der schwedische Konzern nun verkündet. Zum einen soll der Belohnungsdienst Vibe jeden über Klarna ausgegebenen Dollar mit Treuepunkten belohnen, zum anderen vermarktet Klarna nun sein Festgeld noch stärker durch die Kooperation mit Weltsparen. 1,25 Prozent Zinsen sollen Kunden künftig bei vierjährigen Anlagen erhalten. Mit dem Kapital der Anlagen finanziert Klarna Teile seiner Kreditprodukte  techcrunch.com, financefwd.com

Maschmeyer-Fonds investiert in Anti-Betrugs-Software: Alstin Capital ist Carsten Maschmeyers Risikokapitalfonds. Dieser hat nun einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in Nect investiert. Das Start-up hat einen Weg gefunden, Sicherheitsmerkmale auf Ausweisdokumenten mittels Künstlicher Intelligenz zu prüfen. Bei einer Kooperation mit der Hamburger Investitions- und Förderbank (IFB) konnte so der anteil der automatisierten Prüfungen bereits auf über 90 Prozent gesteigert werden. Süddeutsche.de

– Fintech-News International –

Lemonade plant Börsengang: Eine Registrierungserklärung auf Formblatt S-1 bei der U.S. Securities and Exchange Commission („SEC“) – was extrem technisch und spröde klingt, beschreibt tatsächlich ein Ereignis, das in naher Zukunft für Aufruhr sorgen dürfte. Die Registrierungserklärung musste nämlich das US-Insurtech-Lemonade abgeben, um eigene Aktien an der New Yorker Börse zu platzieren. Unterstützt wird Lemonade vom japanischen Investment-Giganten Softbank. onvista.com, versicherungswirtschaft-heute.de

UniCredit führt Open Banking ein: UniCredit hat eine Open-Banking-Funktion eingeführt, mit der Kunden ihre UniCredit-Girokonten und die Girokonten bei anderen Banken mobil in einer App zusammenfassen können. In Deutschland können Kunden den Dienst ab Oktober nutzen. Für den Schritt verzichtet das Kreditinstitut auf fremde Expertise und übernimmt die Umsetzung in Eigenregie. finextra.com

TransferWise mit Real-Time-Payments ohne Konto: Kunden des Multi-Währungs-Kontos von Transfer Wise können sich nun in Echtzeit gegenseitig Beträge in über 50 verschiedenen Währungen senden. Ein zugrunde liegendes Girokonto wird hierfür nicht benötigt. Das System funktioniert über einen Abgleich der Telefonnummern im Adressbuch des jeweiligen Smartphones. mobiflip.com

Halal-Robo-Advisor sammelt 25 Millionen Dollar: Das New Yorker Start-up Wahed, das sich selbst als ersten Halal-Robo-Advisor der Welt bezeichnet, hat nun eine entsprechende Investitionsrunde abgeschlossen. Angeführt wurde diese vom Investitions-Arm des Öl-Riesen Saudi Aramco. Bislang nutzen weltweit über 100.000 Kunden das Angebot, in Zukunft soll ein starkes Wachstum aber vor allem in den größten muslimisch geprägten Märkten erfolgen. techcrunch.com

Bnext überarbeitet die Belohnungen für Einkäufe bei Partnern: Mit einer offenen Beta-Version profitieren Kunden des spanischen Fintechs Bnext nun von einer neuen Partnerschaft mit dem Mobile-Commerce-Optimierer Button. So ist es nun möglich, direkt über die hauseigene App Punkte bei Einkäufen zu sammeln. So will das Unternehmen das teils aufwendige Cashback-Verfahren über Drittanbieter ersetzen. techcrunch.com

Erste Pandemie-Versicherung angekündigt: Seit vielen Wochen ist überall zu lesen, wie moderne Finanz-und Versicherungsdienstleister ihre Lehren aus der Covid19-Krise ziehen können. Dabei hat es möglicherweise kaum jemand so direkt umgesetzt wie Machine Cover. Das Insurtech möchte künftige Pandemien selbst absichern. Da viele Versicherungen solche Katastrophen bislang nicht abgedeckt hätten, würde man an der aktuellen Lage sehen, wie notwendig ein solches Produkt sein könne. Dieses funktioniert parametrisch, d.h. eine Auszahlung soll automatisch angestoßen werden, wenn gewisse wirtschaftliche Ereignisse eintreten, eine aktive Inanspruchnahme der Versicherung sei demnach nicht notwendig. insurancebusinessmag.com


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– Treffpunkte –

On-Demand Webinar – Real Time Payments: Real-Time-Payments sind auf dem Vormarsch und an neuen Angeboten herrscht kein Mangel. Diese zu unterscheiden und zu bewerten, kann daher wichtig werden. In dem Webinar werden verschiedene Anbietertaktiken analysiert und auf Praxistauglichkeit in der Zukunft bewertet. Es geht aber auch darum, wann offenbar notwendige Anpassungen in den Unternehmensstrukturen überhaupt tragbar scheinen und wie man Spannungen zwischen Akteuren herausnehmen kann. Webinar, jederzeit.

Webinar – How Banks in EMEA Can Thrive Amid Economic Uncertainty: Unvorhersehbarkeiten zu akzeptieren, mag nicht das sein, was man auf den ersten Blick unter einer professionellen Unternehmensstrategie versteht. Die Organisatoren des Webinars halten dies aber für einen wichtigen Punkt, gerade für eine etablierte Bank, die sich in der digitalen Transformation befindet. Das Webinar möchte für alle Finanzdienstleister gleichermaßen aufzeigen, wie diese sich künftig dem Wettbewerb stellen können und was einzelne Technologien, wie die Cloud, dabei für eine Rolle spielen.  Die Voraussetzungen im EMEA sind sehr heterogen, es gibt aber auch Gemeinsamkeiten, die laut Webinar-Organisatoren für alle Bereiche gelten. Mit EMEA ist der Wirtschaftsraum beschrieben, der Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst. 2. Juli, 16 CEST

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Event-Kalender auf finletter.de. Wir versuchen, den Kalender in Corona-Zeiten regelmäßig zu updaten, um nicht versehentlich auf eine abgesagte Veranstaltung hinzuweisen. Schicken Sie uns gerne eine E-Mail, falls Sie einen Hinweis haben.

 

– Wochenendlektüre –

Design Sprints für FintechThorsten Borek zeigt anhand seiner ganz persönlichen Erfahrung auf, welche Rolle Design Sprints in seiner Gründerhistorie gespielt haben – eine Geschichte der Niederlage … und des Erfolgs auf finletter.de [gesponserter Beitrag]

Wettbewerb um Talente ist hoch: Das gilt besonders in den Bereichen Programmierung und Sales. Das ist nur eine Kernaussage des Interviews mit Christian Schläger vom Fintech Build38. Im Rahmen einer regelmäßigen Kolumne gibt er in dieser Ausgabe seine Sicht auf die Fintech-Welt preis und sagt dabei, dass man bei Mitarbeitern nicht nur mit Banken und Fintechs konkurriere, sondern auch mit großen Playern wie BMW.  gruender.wiwo.de

Finance 2030: Schon zu Beginn des Jahres haben viele Autoren einen Blick in die Glaskugel geworfen und aufgeschrieben, wie sich die Finanzwelt ihrer Meinung nach in den kommenden zehn Jahren verändert. Nicht nur durch Einschätzungen, sondern hinterlegt durch eine Studie, hat dies nun auch der ThinkTank 2b AHEAD getan. Dabei zieht der ThinkTank auf den ersten Blick ungewohnte, aber logische Schlüsse – etwa, warum die Entwicklung des autonomen Fahrens sich auf Finanzdienstleister auswirken kann. der-bank-blog.de

Fintechs und die Umsatzsteuer: Das Portal „Finanzszene” hat aufgeschlüsselt, welche Auswirkungen die temporäre Anpassung der Umsatzsteuer auf Fintechs und Banken hat -oftmals nämlich gar keine. Und doch gibt es Situationen, in denen Anbieter profitieren – etwa dann, wenn sie umsatzsteuerpflichtige Produkte einkaufen und diesen Vorteil nicht an die Kunden weitergeben. Es wird aber auch deutlich, dass andere es schwer haben, mögliche Vorteile auszuschöpfen – einfach deswegen, weil die Ankündigung zu überraschend gekommen sei und nun die notwendigen Anpassungen zum Problem werden könnten. finanz-szene.de

Corona-Erholung als Blaupause für künftige Stabilität: Immer wieder war in verschiedenen Bereichen zu hören, dass kein Mensch zu Lebzeiten etwas, mit den Corona-Einschränkungen vergleichbares, erlebt hätte und Strategien teilweise nach dem Prinzip „try and error“ erfolgen müssten. Die Learnings der Neobanken aus der aktuellen Krise könnte aber in künftigen Ausnahmesituationen Gold wert sein, findet dieser Autor. finextra.com

Die Bilanz der Insurtechs: Nach Angabe von „financefwd” gibt es aktuell zum ersten Mal überhaupt einen umfangreichen Einblick in die Entwicklung von Insurtechs in den vergangenen Jahren. Dabei dient dem Artikel mit Lemonade der US-Platzhirsch als Vorbild für ein Muster-Startup, dass es in nur fünf Jahren auf eine Bewertung von über zwei Milliarden US-Dollar gebracht hat. Vier weitere Insurtechs werden im Vergleich näher beleuchtet. Der Artikel gesteht aber auch ein, dass nur zwei davon aufgrund von Zahlen genau betrachtet wurden, die anderen eher aufgrund von Anhaltspunkten. Ganz so umfangreich ist die Analyse also nicht, der Artikel gibt aber einen kurzen Abriss über den Status Quo. financefwd.com

Programmierbares Geld: Über Tausende von Jahren hat sich unser Geld entwickelt und dabei im Grunde nur selten substanziell verändert. Aus Muscheln wurden Münzen und Banknoten, später kam Buchgeld hinzu. Nun befindet sich unser Geld aber wohl im bedeutendsten Wandel – es wird programmierbar. Das führt dazu, dass man sich über Anpassungen im Umgang mit Geld Gedanken machen muss. So wie in der aktuellen Podcastfolge von „Paymentandbanking”. paymentandbanking.com 

Persönlichere Finanzvermittlung durch digitale Werkzeuge: Die digitale Vermittlungen von Finanzanlagen und persönliche Betreuung von Kunden arbeiten nicht gegeneinander, sondern bilden eine Symbiose, findet Fintech-Unternehmer Jamal El Mallouki. Zumindest dann, wenn man die Technik richtig und sinnvoll nutzt, bleibe demnach mehr Zeit für den persönlichen Kontakt.  dasinvestment.com

Wie man eine Digitale Bank in Afrika etabliert: Die Überschrift klingt auf den ersten Blick vermessen, schließlich ist Afrika ein riesiger Kontinent und eine Zusammenfassung unterschiedlichster Kulturen. Dennoch gibt es auf den gesamten Kontinent bezogen gemeinsame Voraussetzungen. So haben über die Hälfte der Afrikaner derzeit kein Bankkonto, die Menschen sind im Durchschnitt sehr jung und es gibt häufig noch nicht viel an digitaler Infrastruktur. Die Marktsituation ist daher allein aufgrund der Kennzahlen sehr spannend. Dass es dazu an Nachfrage nicht mangelt, hat der extreme Anstieg der mobilen Kommunikation und der Technologisierung in den letzten Jahren gezeigt. Der Artikel geht im Verlauf dann sehr wohl auch auf sozio-ökonomische Unterschiede der einzelnen afrikanischen Länder ein und analysiert fünf White-Label-Anbieter für mobile Geldbörsen, um ein Gefühl zu vermitteln, was in Afrika angenommen wird – und was nicht. finextra.com

– Meist gelesen in der letzten Woche –

… war der Artikel über das Exporo-Angebot, mit dem man ab einem Euro in Immobilien investieren kann. asscompact.de

– Das Beste zum Schluss –

Frauen sind die besseren Krisen-Manager: Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Zumindest in den Köpfen vernünftig denkender Menschen, auf dem Papier ist das häufig nicht der Fall. Auch in der modern anmutenden Fintech-Welt sind Frauen in Führungspositionen noch unterrepräsentiert. Die Autorin nennt als möglichen Grund, dass es für Frauen immer noch schwerer ist, Finanzmittel zu erhalten, als für männliche Kollegen – auch, weil Frauen in der wichtigen VC-Community unterrepräsentiert seien. Dabei widerspräche diese diskriminierende Verteilung im Grunde der Tatsache, dass gerade Frauen in Fintech-Führungspositionen bereits eine herausragende Resilienz entwickelt haben müssen, um überhaupt Fuß fassen zu können. Sie hätten doppelt so hart arbeiten müssen, um Anerkennung zu erlangen und müssen mehr Ablehnung wegstecken und in positive Energie wandeln. So traurig das klingen mag, in der Krise könnte das demnach gerade Frauen zu den besseren Führungspersonen machen. hollandfintech.com

Martin Pieck