finletter 317 – Diversität in Fintechs, Hack bei Raisin und Rätsel um Krypto-Klau

Diversität in Fintechs

Die Fintech-Branche befindet sich weiterhin auf einem Rekord-Wachstumskurs. Alleine die Zahl der Einhörner hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Doch nimmt man die zehn größten Deals des laufenden Jahres genauer unter die Lupe, dann wird schnell klar, dass die Branche beim Thema Diversität noch einige Hausaufgaben zu erledigen hat.

Zwar gibt es in Sachen Diversität in den Unternehmen immer mal wieder positive Beispiele, insgesamt kann aber nicht von einer inklusiven Branche die Rede sein. Das Diversitätsproblem beginnt schon bei den Geschlechtern. So sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Laut der Barkow Consultings Fintech Money Map war im Jahr 2019 nur bei jeder sechsten Fintech-Gründung eine Frau beteiligt, nur jedes 25. Unternehmen wurde von rein weiblichen Teams gegründet.

Zustände wie diesen nicht nur auf dem Papier zu ändern erfordert Zeit und kostet Geld und Ressourcen. Doch wer Diversität bei seinen Mitarbeitenden in den Fokus rückt, der tätigt Investition in die Zukunft. Studien zeigen längst, dass divers aufgestellte Unternehmen eine um 21 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, überdurchschnittlich profitabel zu sein. Und was könnte für eine aufstrebende Szene interessanter sein?

fintechfutures.com, diversityq.com


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– Fintech-News Deutschland –

Hack bei Altersvorsorge-Portal von Raisin DS: Am vergangenen Wochenende haben sich Hacker:innen Zugriff auf Kundendaten verschafft. Zwar sei vom Cyberangriff nur ein Teilbereich betroffen, doch die Daten sind sehr sensibel und wurden schon für Telefonanrufe und Spammails verwendet. handelsblatt.com, dasinvestment.com

Geldwäschebekämpfung: Die „Wirtschaftswoche“ berichtet exklusiv von Geldwäscheproblemen im Zusammenhang mit Konten bei N26. Demnach würden Kriminelle besonders häufig Konten des Fintechs dafür nutzen. wiwo.de

Nachhaltige Probleme: Die hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit dem Kontomodell „Zero“ vom Fintech Tomorrow – und straft das Fintech deshalb wegen irreführender Werbung ab. businessinsider.de, t3n.de

Kritik an Spendit: Stimmen, die sagen, der Service des Fintechs sei kaum nutzbar, häufen sich. Eigentlich sollten Mitarbeitende von Unternehmen mit den Prepaid-Kreditkarten von steuerfreien Sachbezügen profitieren können. businessinsider.de (Paid)

Fonds von Carsten Maschmeyer steigt in Kreditkarten-Start-up ein: Mit seinem Beteiligunsfond Alstin beteiligt er sich mit einer siebenstelligen Summe am Berliner Fintech Pliant. Mit den Firmenkreditkarten können Mitarbeitende hohe Kosten wie beispielsweise Geschäftsreisen begleichen. financefwd.com

 

– Fintech-News International –

Alles nur geklaut?: Die Hacker der Defi-Plattform Polynetwork erbeuteten bei einem Crypto-Heist rund 600 Millionen US-Dollar (Rund 511,62 Millionen Euro). Nun sind 258 Millionen US-Dollar (rund 220 Millionen Euro) wieder aufgetaucht. Nun wird vermutet, dass man mit dem größten Krypto-Klau aller Zeiten Schwachstellen aufzeigen wollte. cash.ch, handelsblatt.com

Wiederholungstäter: Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres erhöht das Fintech die Gebühren für Wertpapiergeschäfte. Das ab September geltende Modell arbeitet mit variablen Kosten. altfi.com

Auf der Suche: Der Online-Bezahldienst Paypal will weltweit rund 100 Blockchain-Expert:innen einstellen und so die Expansion des Fintechs vorantreiben. finanzen.net

Meme-Hype geht weiter: Reddit-Trader:innen nehmen weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf den Kurs der Neobank Robinhood. Einiges erinnert dabei an die Causa Gamestop. handelsblatt.com, wiwo.de

Circle beantragt Bankenlizenz: Das US-amerikanische Fintech hat bei der Security and Exchange Comission (SEC) einen Antrag gestellt. Das Fintech, das mit Peer-to-Peer startete und inzwischen auch Kryptobörse, Investment-App und Paymentservice ist, würde damit eine Vollbank. finextra.com, btc-echo.de


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Die Fintech Week ist zurück
Wir sind zurück! Und mit uns eine Fintech Week 2021, die vom 22. bis zum 26. November stattfindet. Die Vorfreude auf Gäste und Speaker ist riesig, doch was wäre ein Event ohne das Daddeln? Fix checken, wer gerade auf der Bühne diskutiert. Schnell die Twitter-Welt an einem gelungenen Zitat teilhaben lassen. Im Netz ein Selfie posten, um zu zeigen, in welch großartiger Gesellschaft man gerade ist. Auch das ist die #fwhh21!


– Treffpunkte –

Swiss Fintech Fair 2021: Für die Schweizer Fintech-Szene ist die Veranstaltung ein wichtiges Ereignis mit Keynotes, Talk Panels und Ausstellungen rund um die Branche. 8. September, 9-18 Uhr, Six Covention Point, Zürich

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Event-Kalender auf finletter.de. Hier können Sie uns Tipps für Events geben.

 

– Wochenendlektüre –

Das Land der sieben Einhörner: Der Autor fasst zusammen, welche Fintech-Unicorns es in Deutschland gibt – und verrät, wo sich die meisten von ihnen tummeln. paymentandbanking.com

Markenkönig: Im Podcast erklärt der Markenexperte Christopher Leidinger unter anderem, warum N26 mit seiner Marke neue Standards gesetzt hat. financefwd.com

Krisenfest: Im Text wird anhand von sechs Frankfurter Fintechs aufgezeigt, wie die örtliche Szene der Corona-Krise trotzt. station-frankfurt.de

Ein Blick nach Schweden: Die Host spricht mit Expert:innen von der Stockholm Fintech Week und Mambu über Klarna, die E-Krone und den Zahlungsmarkt im Land. ppro.com

Top Ten Investitionen: Wirtschaftsprüfer:innen haben im „KPMG Pulse of Fintech“ die wichtigsten Fintech-Deals des laufenden Jahres ausgewertet – und die liegen wieder auf Rekordniveau. KMPG via it-finanzmagazin.de

– Meist gelesen im vergangenen finletter –

… war der Text über Square und die mögliche Übernahme von Afterpay.

 

– Das Beste zum Schluss –

Auf der Brust: Das Hamburger Fintech Naga wirbt künftig mit seinem Logo als Hauptsponsor auf den Trikots des FC Sevilla – und will so neue Kund:innen gewinnen. businessinsider.de

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