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finletter 341 – N26-Ärger, Vivid-Verdopplung, Apple-Neuheit

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Kennt ihr bereits Deutschlands größte und vielseitigste Fintech-Veranstaltung? Die Fintech Week veranstalten wir das nächste Mal vom 26.–30. September 2022.

Und jetzt Sie:

Immer Ärger bei N26

Kaum ein finletter vergeht, ohne dass wir über N26 berichten – in der letzten Zeit häufig deshalb, weil irgendwas nicht so rund läuft. Und auch diese Woche scheint es beim Berliner Fintech passend zur trüben Jahreszeit so gar nicht zu laufen. Eine negative Schlagzeile reiht sich an die nächste.

Da ist zum einen die Sache mit dem Verlust. Denn für das Jahr 2020 beträgt der bei der Neobank 151 Millionen Euro. Bislang hatte N26 aber nur 110 Millionen Euro kommuniziert – also deutlich weniger. Die Zahl hatte sich allerdings nur auf das europäische Kerngeschäft bezogen. Nun kommen noch mal 40 Millionen aus den anderen Märkten dazu.

Dann ist da noch die Sache mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen vier Verantwortliche von N26. Dabei geht es um das altbekannte Thema Geldwäsche. Die Bafin hatte deshalb bereits im vergangenen Jahr einen Sonderbeauftragten ins Haus geschickt (wir berichteten). Doch nun soll dem „Handelsblatt“ zufolge auch die Berliner Staatsanwaltschaft dazu ermitteln. Gegenstand der Ermittlungen soll demnach die gehäufte Nutzung von Konten zu betrügerischen Zwecken – und die nicht zeitnah erfolgte Sperrung dieser durch N26 sein.

Als wäre all das nicht schon genug, schneidet N26 bei einer Auswertung von Bewertungen von Mitarbeitenden auf Kununu und Glassador bei den Fintechs am schlechtesten ab. Taxdoo, Deel (ehemals Zeitgold) und Kontist hingegen landen auf dem Treppchen. Gut, dass N26 nun nach Monaten der interimsweisen Führung der Personalabteilung einen neuen Personalchef gefunden hat. Auf Timo Meyer, der bereits seit sechs Jahren an Bord ist, scheint einiges an Arbeit zuzukommen.

handelsblatt.com (Paid), financefwd.com, faz.net, finanz-szene.de , it-finanzmagazin.de, financefwd.com


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– Fintech-News Deutschland –

Verdopplung: Vivid Money schließt eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen Euro ab und steigert den Unternehmenswert damit auf 775 Millionen Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie bislang. Die Runde wird angeführt von Greenoaks Capital. Außerdem investieren Ribbit Capital und der Softbank Vision Fund 2 in das erst 2020 gegründete Berliner Fintech. Mit dem Geld wolle Vivid neue Kundinnen gewinnen und Personal aufbauen, heißt es. handelsblatt.com, financefwd.com

Vorbereitungen: Einem Bericht von financefwd.com zufolge plant JP Morgan Chase, eine Tochter des größten US-Bankeninstitus den Eintritt in den deutschen Robo-Advisor-Markt – und konfiguriert dafür das Produkt eigens für Deutschland. Noch sei JP Morgan Chase auf der Suche nach Personal für das Vorhaben; aus Finanzkreisen heiße es, dass mit einem Launch frühestens gegen Ende dieses Jahres zu rechnen sei. financefwd.com

Fünf Millionen Euro: Sammelt das Start-up NX Technologies in einer Seed-Finanzierungsrunde ein. Das Kölner Unternehmen betreibt die Plattform bezahl.de, die sich auf die Prozesse um Forderungs- und Zahlungsmanagement, vor allem im Autohandel, spezialisiert hat. PM per Mail, nrw-startups.de

Zusammenarbeit: Künftig können Kundinnen des Fintechs Penta über die Plattform Versicherungen bei Signal lduna abschließen. Der Versicherer wird seinen Kunden Konto-Produkte der Berliner Neobank anbieten. Außerdem werden die Hamburger an Penta beteiligt. Zu den Details schweigen allerdings beide Unternehmen. presseportal.de

Zusammenarbeit 2: Das Berliner Fintech Fabit und die Stiftung Rechnung, hinter der die digitale Finanzbildungsinitiative fiuse steckt, wollen künftig zusammen „jungen Menschen den Zugang zu finanzieller Bildung erleichtern“. Teil der Zusammenarbeit sind unter anderem eine Kampagne auf TikTok und Instagram sowie didaktische Inhalte zum Thema finanzielle Bildung. fabit.app

 

– Fintech-News International –

Umsatzsteigerung: Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen veröffentlicht seine Ergebnisse für das zweite Halbjahr 2021 und steigert seine Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf 375,3 Millionen Euro. Der Nettoumsatz wuchs im gleichen Zeitraum um 47 Prozent. adyen.com

Entwicklung: Apple arbeitet an „Tap-to-Pay“. Damit werden iPhones ohne zusätzliche Hardware zum Bezahlterminal für ApplePay, Debit- und Kreditkarten. Die Funktion soll Ende dieses Jahres verfügbar sein. apple.com

Einhorn: Das britische Fintech GoCardless sammelt in einer Series-G-Finanzierung 312 Millionen US-Dollar (rund 271 Millionen Euro) ein. Das Unternehmen wird nun mit 2,1 Milliarden US-Dollar (rund 1,83 Milliarden Euro) bewertet und ist somit das jüngste Unicorn im europäischen Club. PM per Mail, fintechfutures.com

Neue Runde: Das französische Fintech Silvr sichert sich eine Finanzierung in Höhe von 130 Millionen Euro. Die Runde wird von XAnge und Otium angeführt, außerdem beteiligen sich Bpifrance, Eurazeo and ISAIBpifrance, Eurazeo and ISAI. Silvr nutzt KI-gestütze Prognosen des Geschäftsverlaufs, um Gründern und kleinen Unternehmen so innerhalb von einem Tag Zusagen zu Finanzierungen machen zu können. eu-startups.com, techcrunch.com

Zusammenarbeit 3: Im Rahmen einer Technologiepartnerschaft will das US-Fintech Stripe zusammen mit dem deutschen Softwareunternehmen Celonis künftig das Onboarding von neuen Nutzenden verbessern. Der Start in den Online-Handel soll so schneller und einfacher gelingen. Stripe will die Zahlungsabwicklung für die Kundinnen des Systems von Celonis übernehmen und auf ein Abo-Modell umstellen. Über Stripe Connect will Celonis seinen App-Marktplatz für Drittanwendungen ausbauen. celonis.com


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Goldilocks-Ausgabe 12 zu Regionalität im Plattform-Zeitalter
„Digital, Regional, Genial“ titelt die aktuelle GOLDILOCKS-Ausgabe, dem App-Magazin von finletter und Sparkassen Innovation Hub. Die Autoren Caro und Clas Beese gehen der Frage auf den Grund, ob Sparkassen mit dem Aspekt Regionalität gegen die GAFAs punkten können. Lesen Sie hier, wie die alte Stärke im Plattform-Zeitalter zum Ass im Ärmel werden könnte. (Web | Android | iOS)


– Treffpunkte –

Payment Exchange: Der jährliche Payment-Gipfel Payment & Banking verspricht unter dem Motto „Le Cirque de Payer“ ein spaßiges Treffen mit seriösen Themen, dabei sind unter anderem Klarna und Start-ups wie paymenttools. 31.03.–01.04., Berlin.

Bankengipfel: Das Flaggschiff der Handelsblatt-Finanz-Events findet dieses Jahr wieder vor Ort statt. finletter ist wie immer Medienpartner. 7.–8. September, Frankfurt und digital

Digital Finance Conference: Das englischsprachige Bitkom-Event lädt wieder deutsche und internationale Gäste ein, um über disruptive Technologien im digitalen Finanzwesen zu diskutieren. Mit einem platzlimitierten Pre-Event am Vortag. 2. Juni, Berlin

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Event-Kalender auf finletter.de. Hier können Sie uns Tipps für Events geben.

 

– Wochenendlektüre –

Super-App: Das Autorinnenteam geht der Frage nach, wie eine westliche „Super-App“ aussehen könnte und erklärt, weshalb es im Fintech-Bereich noch keine gibt – zumindest nicht wirklich. paymentandbanking.com

BNPL-Finanzierung: Im Podcast ist Ralf Magerkurtz, der Vorstandschef der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank in Rheinheim zu Gast. Er erzählt, wie seine Bank es schafft, Geld in Fintech-Systeme zu investieren. finanz-szene.de

Neue Märkte: Square will mit seiner populären Banking-App nach Europa expandieren. Der Autor hat die jüngsten Pläne unter die Lupe genommen. Denn nun sucht das Fintech auch in Berlin nach Mitarbeitenden. financefwd.com

Zahlungsvorlieben: Einer Bitkom-Umfrage zufolge zahlen die meisten Menschen (42 Prozent der Befragten) beim Online-Shopping am liebsten mit Bezahldienstleistern wie Klarna oder Paypal. Rechnungskauf hingegen ist eher bei älteren Nutzenden populär. bitkom.org

 

– Meist gelesen im vergangenen finletter –

…war der Artikel der „Börsen-Zeitung“, wonach die Finanzaufsicht Fintechs „genauer auf die Finger schauen“ will.

 

– Das Beste zum Schluss –

Dating-Hilfe: Einer Umfrage der Trading-Plattform eToro zufolge würde sich rund ein Drittel der befragten US-Amerikanerinnen lieber mit Menschen verabreden, die in ihrem Profil Krypto erwähnen. Noch besser kommt es demnach beim Date an, die Rechnung mit Bitcoin zu bezahlen. prnewswire.com

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