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finletter 355 – Klarna geht live, Bafin ist dagegen, Google macht Rolle rückwärts

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    Helena ist als freie Journalistin und Medienstrategin mit Schwerpunkt GenZ- und Millennial-Themen u.a. für Deutschlandfunk Nova, RND und fluter tätig.

Mehr vom finletter-Team

Und jetzt ihr:

Kennt ihr bereits Deutschlands größte und vielseitigste Fintech-Veranstaltung? Die Fintech Week veranstalten wir das nächste Mal vom 26.–30. September 2022.

Klarna startet Live-Einkaufsberatung

Klarna startet eine Live-Einkaufsberatung und bewegt sich immer weiter von der Rolle des reinen Zahlungsanbieters weg. Mit dem Virtual-Shopping-Angebot bringt das schwedische Fintech den stationären Handel in den Online-Handel. Via Live-Chats und Videoanrufen können die Händler ihren Kundinnen und Kunden personalisierte Produktberatungen liefern. Mitarbeitende in den Läden erledigen die Arbeit.

Klarna zufolge sollen über 300 Marken wie beispielsweise Levis oder Hugo Boss die neuen Shopping-Tools bereits in ihren Online-Shops integriert haben. Das neue Angebot von Klarna ist ab in 18 Märkten – darunter die USA und die DACH-Region – verfügbar. Das Fintech wolle mit der Live-Einkaufsberatung die Bindung zu den Kundinnen und Kunden verbessern, die Retourenquote verringern und Käufe wahrscheinlicher machen, heißt es.

Dass die Schweden eher auf dem Weg zu einer Art „Super-App“ sind, zeigt sich bereits seit einiger Zeit. Noch ist allerdings offen, wohin die Reise geht. Denn Klarna macht mit seinen neuen Features sowohl Handelsplattform wie beispielsweise Amazon oder Zalando, als auch Sozialen Medien, wie beispielsweise Instagram Konkurrenz.

klarna.com, financefwd.com


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– Fintech-News Deutschland –

Dagegen: Die Bafin hat in einer eigenen Studie die Vor- und Nachteile von „Payment for Order Flow“ (PFOF) untersucht. Darin stellt sie dem Gebührenmodell ein gemischtes Zeugnis aus, positioniert sich aber auch gegen ein generelles Verbot. bafin.de, handelsblatt.com

Ertragssteigerung: Das Berliner „Buy-now,-pay-later“-Fintech Ratepay steigert seine Erträge 2021 um fast 70 Prozent auf fast 100 Millionen Euro. Einer der Gründe dafür ist das gesteigerte Online-Geschäft durch die Coronapandemie. financefwd.com, finanz-szene.de

Verlust: Das Berliner Fintech Raisin verliert wohl seinen Status als Unicorn, weil ein Investor seine Bewertung korrigiert. Auf 100 Prozent hochgerechnet würde die Zins- und Tagesgeldplattform damit momentan mit rund 895 Millionen Euro bewertet. Als Grund dafür vermuten Experten das nicht mehr ganz so dynamische Wachstum des Start-ups. finanz-szene.de, businessinsider.de

Rebranding: Ein Jahr nach dem Start verpasst sich die Hamburger Neobank pockid ein Rebranding. Statt an Jugendliche will man sich künftig unter dem neuen Namen Ruuky auch an junge Erwachsene bis 24 richten. Außerdem wolle man ins Ausland expandieren, heißt es von Unternehmensseite. hamburg-startups.net, financefwd.com

Zentrale: Die Bafin richtet das „Zentrum Sustainable Finance“ ein, um das Thema Nachhaltigkeit zu bearbeiten. Dort sollen Positionen zu Fragestellungen rund ums Thema erarbeitet oder Strukturen und Prozesse eingerichtet werden, heißt es. zebramagzin.de

 

 

– Fintech-News International –

Rolle rückwärts: Google Pay wird wieder in Google Wallet umgewandelt. Der Gafa geht damit den Weg weg vom reinen Payment, wieder hin zu einem erweiterten Anwendungsbereich, wie etwa dem Ablegen von digitalen Identitätsnachweisen oder Tickets ablegen können. t3n.de

Banklizenz: Das Fintech Radicant aus der Schweiz bekommt von der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FINMA) die Lizenz als Universalbank. Die grüne Fintech-Tochter der Basellandschaftlichen Kantonalbank kann sich nun auf den Markteintritt vorbereiten. fintechnews.ch, moneytoday.ch

Einhorn: Das israelische BaaS-Fintech Unit sammelt in einer Serie-C-Finanzierung, angeführt von Insight Partners, 100 Millionen US-Dollar (rund 95,36 Millionen Euro) ein. Damit steigt die Bewertung auf 1,2 Milliarde US-Dollar (rund 1,14 Milliarde Euro) und Unit wird zum Unicorn. Mit dem Geld wolle man neues Personal einstellen und das Produktangebot ausbauen, etwa mit Factoring oder Vorschusszahlungen, heißt es bei Unit. techcrunch.com, nocamels.com

US-Start: Das britische Fintech Zilch bringt sein Angebot für „Buy now, pay later“ (BNPL) in die USA. Eigenen Angaben zufolge sehe man einen der größten Wettbewerbsvorteile darin, dass Zilich eine direkte Beziehung zu seinen Kundinnen hat, wohingegen andere BNPL-Firmen vor allem mit Händlern zusammenarbeiten. businessinsider.com (Paid), pymnts.com


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Fintech Safari – Open Banking
Exklusiv für finletter-Leserinnen und -Leser: Mit dem finletter-Spezialticket bekommt ihr das Ticket für die Fintech Safari – Open Banking am 22. Juni in Hamburg für nur 59,-€ (brutto). Wer also tief ins Thema Open Banking eintauchen möchte oder schon konkret nach einem Service-Provider sucht, der sollte schnell sein, denn die Tickets sind streng limitiert! Los geht’s!


– Treffpunkte –

„Tech Jobs Fair for Ukarinians (and all)“: Bei der Veranstaltung sollen Tech-Profis dabei unterstützt werden einen Job in Berlin zu finden. Interessierte Fachkräfte können dort einige Top-Tech-Unternehmen der Stadt kennenlernen. 24 Mai, 9.30 – 15.30 Uhr, Festsaal Kreuzberg, Berlin

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Event-Kalender auf finletter.de. Hier können Sie uns Tipps für Events geben.

 

– Wochenendlektüre –

Untersuchung: Die Unternehmensberatung PwC hat in einer Befragung untersucht, wie Insurtechs mit Compliance umgehen. pwc.de

In Car Payments: Im Video-Interview spricht Nico Kersten, CEO bei Mercedes Pay über in Car Payments und verrät, warum Mercedes sich damit beschäftigt. paymentandbanking.com (Video)

Unterschätzt: In der Schweiz wird Open Banking unterschätzt – zu diesem Ergebnis kommen die Autorinnen der „IFZ Open Banking Studie 2022“. Woran das liegt. blog.hslu.ch

 

– Meist gelesen im vergangenen finletter –

…war der Link zur Website von Simon-Kucher & Partners, die den „Global Neobanking Radar“ veröffentlicht haben. Weil man den persönlich anfordern muss, verlinken wir hier auf den finletter mit der Zusammenfassung und die Kontaktseite des Beratungsunternehmens.

 

– Das Beste zum Schluss –

Pilotprojekt: Kundinnen und Kunden von Gucci können ab Ende Mai in New York, Los Angeles, Miami und Las Vergas mit Kryptowährungen bezahlen. Die Luxusmarke wird Zahlungen in mehr als zehn Währungen akzeptieren, darunter Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Wrapped Bitcoin, Litecoin, Shiba Inu und fünf Stablecoins, die an den US-Dollar gekoppelt sind. voguebusiness.com


Hinweis in eigener Sache: Der finletter macht wegen des Feiertags (Christi Himmelfahrt am 26. Mai) eine Woche Pause. Wir lesen uns wieder am 3. Juni. Haben Sie eine gute Zeit bis dahin!

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