finletter 131 – Staatliche Kryptowährung in Russland, N26, Lufthansa

Russland plant „CryptoRuble“ als Bitcoin-Konkurrent

Um Bitcoin und Co. den Garaus zu machen, plant Russland eine eigene Kryptowährung. Offiziell positioniert sich die Regierung kritisch gegenüber den anonymen Zahlungsvarianten. Das Land werde den Zugang zu Internetseiten, die Kryptogeld wie Bitcoin anbieten, blockieren, kündigte der stellvertretende Zentralbankchef Sergej Schwezow an. Demnach seien Bitcoin und andere Token von Natur aus verdächtig, insbesondere als Anlagemöglichkeit für Privatinvestoren. Diesem unkalkulierbar hohen Risiko müsse der russische Staat entgegentreten und seine Staatsbürger vor der Gefahr warnen, die Kryptowährungen mit sich bringen. Der Blockchain-basierte „CryptoRuble“ soll es richten. Er könnte anders funktionieren als Bitcoin, Etherum und Co. Denn wenn die Bürger statt Bitcoin das staatseigene Kryptogeld nutzen, müssen sie in Kauf nehmen, dass die russische Regierung über ihre Finanzen informiert sein wird. Mining soll damit nicht möglich sein, aber der CryptoRuble sollen laut staatlichen Stellen jederzeit gegen „echte“ Rubel eingetauscht werden können.

FAZ, Cointelegraph, Handelsblatt, Reuters


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– Fintech-News Deutschland –

Fintech Company Builder Finconomy am Start: Nach Finleap in Berlin entsteht in München das Finconomy getaufte Unternehmen und will sich auf die Gründung von B2B-Technologiedienstleistern für etablierte Finanzunternehmen fokussieren. Gründerszene

Studie der Bitkom: Laut einer Befragung würde rund jeder vierte Internetnutzer seine Bankgeschäfte ausschließlich online regeln. Knapp die Hälfte würde zumindest hin und wieder der Filiale einen Besuch abstatten. IT-Finanzmagazin, Der Standard

Sparkassen haben keine Angst vor Fintechs: Während Banken bei den jungen Wilden ins Zittern geraten, bleiben Sparkassen bislang gelassen. Nur jeder vierte Manager aus eigenständig gebliebenen Sparkassen und Genossenschaftsbanken messe diesen Herausforderungen sehr große Bedeutung zu. FAZ.net

N26 erweitert Produktpalette in Österreich: Die in Berlin angesiedelte mobile Bank bietet ab sofort in Österreich in Partnerschaft mit WeltSparen Festgeldkonten und Überziehungskredite an. Die Presse

Bitcoin-Kurs auf Rekordniveau: Noch Anfang des Jahres kostete ein Bitcoin weniger als 1000 Dollar. Vergangene Woche geriet die nächste magische Marke bei 6.000 Dollar in Reichweite. Das gesamte Volumen des vom Computer erschaffenen Geldes liegt damit laut der Internetseite „Coinmarketcap“ bei knapp 100 Milliarden Dollar. Erste Experten warnen vor der nächsten Blase. Manager Magazin, Handelsblatt, Business Insider

 

– Fintech-News International –

Lufthansa kooperiert mit Blockchain-Start-up Winding Tree: Die größte deutsche Fluggesellschaft geht eine Kooperation mit der Schweizer Reiseplattform Winding Tree ein. Zur Zusammenarbeit gehört auch ein Investment, über dessen Höhe es allerdings keine genauen Angaben gibt. Business On, Heise

Amazon kauft Zahlungsabwickler Cashu aus der Golfregion: Amazon übernimmt nach Informationen aus Branchenkreisen den Zahlungsdienstleister Cashu mit Sitz in Dubai. Nach Angaben des Unternehmens wird die Zahlung per Cashu bei 7.000 Internethändlern weltweit akzeptiert. Wirtschaftswoche

Uni Luzern akzeptiert Bitcoins: Studierende der Hochschule Luzern können seit Neustem ihre Rechnungen per Bitcoin bezahlen. Damit ist die Hochschule die erste in der Schweiz, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. BTC Echo

Krypto-Mining: Die Computer von 500 Millionen Internetnutzern sollen ohne deren Wissen für Krypto-Mining, also das Schürfen von Kryptowährungen wie Monero und Ether, missbraucht worden sein. t3n

 

– Treffpunkte –

Fintech Safari für Journalist*innen und Blogger*innen: Besuchen Sie die Fintech-Unternehmen Nitrobox, Exporo und Fingym und erhalten exklusive Einblicke aus der Führungsebene. 8. November, Hamburg. Event-Website

Fintech Stories: Für alle, die mit der Branche liebäugeln, ist diese Erzählung verschiedener Fintech-Werdegänge vielleicht spannend. 9. November, Hamburg. Event-Website

IHK Blockchain-Camp: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) der Region Stuttgart widmet der Blockchain-Technologie und deren Einsatzmöglichkeiten im industriellen Umfeld eine ganztätige Veranstaltung. 23. Oktober, Stuttgart. IHK-Homepage

Payment Exchange: Im Rahmen der Konferenz für die Payment- und Banking-Branche wird die „Goldene Transaktion“ verliehen, für welche sich Fintechs ab sofort bewerben können. Disclosure: In der Jury sitzt auch finletter-Redakteurin Christina Cassala. 25. und 26. Januar 2018, Berlin. Event-Homepage

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Veranstaltungskalender auf finletter.de.


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– Wochenendlektüre –

Revolut-Gründer im Interview: Allein dieses Jahr hat Revolut Geschäftskonten, Kredite, Treueangebote, Handy-Versicherungen, eine Funktion, mit der man Rechnungen aufteilen kann und ein Premium-Konto an den Markt gebracht. Nebenbei hat die Firma 66 Millionen US-Dollar an Investment eingesammelt. Business Insider

Unicef offen für ICOs: Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) erklärte, dass es die Idee eines eigenen Token-Verkaufs unterstützen würde. Gleichzeitig ist Unicef dabei, ein Netzwerk für Blockchain-Startups zu entwickeln. Coinwelt, Bitcoinnews

Future of Fintech Awards: Die Shortlist steht fest, dazu zählen Fintechs wie Funding Circle, Ripple, Token oder Bricklane. Die Preisverleihung findet am 30. November in London statt. Financial Times

Individuelle Bank-Produkte auf dem Vormarsch: Was mit individualisierten B2C-Produkten begann, setzt sich auch im Bankensektor allmählich durch. Es gibt bereits jetzt viele Möglichkeiten, um sich von den oftmals einheitlichen Online-Banking-Portalen des Wettbewerbs abzugrenzen. Der Bank Blog

 

– Meist gelesen in der letzten Woche –

…war die Meldung über die Schweizer Software-Schmiede Adnovum, die zusammen mit Axa und weiteren Partnern ein digitales Auto-Dossier entwickelt. Finews.ch

 

– Das Beste zum Schluss –

Eine Familie investiert ihre gesamte Habe in Bitcoins: Eine holländische Familie hat das eigene Wohnhaus sowie andere Wertgegenstände wie Autos und Motorrad verkauft, um alles in Bitcoin und andere Kryptowährungen zu investieren. Die Familie lebt nun auf engstem Raum in einer Blockhütte. Gründerszene, Futurezone, Der Aktionär

Christina Cassala

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