finletter 140 – Peter Thiel investiert in Bitcoin, Bafin, Ripple

Peter Thiel investiert in Bitcoins

Im Silicon Valley gilt Start-up-Investor Peter Thiel nicht zuletzt wegen seiner Unterstützung für Donald Trump als Außenseiter. Doch mit seinen Investments hat er schon oft den richtigen Riecher gehabt. Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider berichtet, soll der deutschstämmige Tech-Milliardär über seinen Wagniskapitalgeber Founders Fund 15 bis 20 Millionen US-Dollar in die Kryptowährung Bitcoin gesteckt haben. Im Unterschied zu seinen bisherigen Investments scheint er die Früchte allerdings schon sehr viel früher ernten zu können. Begonnen habe Thiel mit dem Investment erst Mitte 2017, als die digitale Währung noch zwischen 2.000 und 5.000 Dollar rangierte. Mittlerweile seien die Bitcoin des Founders Fund „Hunderte Millionen Dollar wert“, zitiert das „WSJ“. Thiel gehörte zu den Gründern von Paypal und hat schon früh in Facebook und Airbnb investiert. Dafür, dass er bis vor einigen Jahren nach eigenen Aussagen noch nicht so recht an die Kryptowährung glaubte, kann er sich über seinen Sinneswandel nun freuen.

Wall Street Journal (Paywall), Handelsblatt, Manager Magazin, Wired


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Euroforum Jahrestagung Baufinanzierung 2018Kommt die Zinswende? Ein Ende der Nullzinspolitik scheint in greifbarer Nähe. Nun heißt es Umdenken und Szenarien entwickeln für die Zeit danach. Die Digitalisierung eröffnet ungeahnte Chancen in den Bereichen Kundenakquise, Service und Effizienz. euroforum.de


– Fintech-News Deutschland –

Paypal steigt bei Raisin ein: In Deutschland ist Raisin unter der Marke Weltsparen bekannt. Das junge Unternehmen vermittelt europaweit Sparprodukte. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Bezahldienst Paypal nun mit den Finanzportalen von Raisin zusammenarbeitet und als strategischer Investor bei dem Marktplatz aktiv wird. Durch die Kooperation hat Paypal die Möglichkeit, in den Bereich der Geldanlage einzusteigen. Handelsblatt, Manager Magazin

Naga schafft größten ICO: Dem Hamburger Start-up Naga ist mit seiner Token-Ausgabe einer der bisher größten ICOs Deutschlands gelungen. Rund 63.000 Investoren hatten sich mit insgesamt 42 Millionen Euro an dem Initial Coin Offering beteiligt. Gründer Wiwo, Gründerszene

Bitkom fordert Sonderwirtschaftszone: Initial Coin Offerings setzen sich laut Bitkom immer mehr zur Finanzierung von Start-ups durch. Der Digitalverband fordert nun in seinem Positionspapier, Deutschland solle sich als Wegbereiter für Finanzierungsformen auf Basis von Blockchain anbieten. Ein wichtiger Schritt dahin sei es, eine Sonderwirtschaftszone für solche Finanzierungen einzurichten. t3n, Bitkom

Fidor führt weitere Gebühren ein: Was ist da los? Die Fidor Bank ließ verlauten, zu März dieses Jahres eine Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,5 Prozent bei Kartenzahlungen in einer Fremdwährung (also nicht Euro) einzuführen. Eigenen Angaben nach sei man durch diverse Marktentwicklungen gezwungen diesen Schritt zu gehen. Neulich erst hatte man bei der Fidor Bank für den Express-Handel über Bitcoin.de eine Gebühr angekündigt. MobiFlip

 

– Fintech-News International –

Ripple auf Erfolgskurs: Die Kryptowährung Ripple erlebte im Dezember einen massiven Kurssprung. Ein sattes Plus von mehr als 36.000 Prozent steht zu Buche. Ripple steht mittlerweile auf Platz zwei der wertvollsten Digitalwährungen. Insgesamt beläuft sich die Marktkapitalisierung auf knapp 91 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Bitcoin ist 231 Milliarden Dollar wert, der gesamte Markt für Digitalwährungen 645 Milliarden Dollar. FAZ, Der Aktionär

Crypto Finance bekommt Investment: Mehrere Schweizer Investoren und Unternehmer, darunter Rainer-Marc Frey und Philipp Cottier, investieren 16 Millionen Franken in das Schweizer Unternehmen Crypto Finance. Das zusätzliche Kapital wird als regulatorisches Kapital für die Beantragung einer Schweizer Banklizenz verwendet. BTC Echo, Pressemitteilung

Die Schweizer UBS und die asiatischen Frauen: Die Schweizer Großbank nimmt erstmals die reiche asiatische Frau in den Fokus. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich hierbei um den ersten Investmentbank-Service, der spezifisch auf die Finanz-Bedürfnisse reicher Asiatinnen eingeht. Im Unterschied zu Männern setzen Frauen den Fokus bei ihren Investments auf Sicherheit und darauf, den Hinterbliebenen ein Erbe zu hinterlassen. Finews

Revolut im Interview: Revolut hatte im September letzten Jahres 66 Millionen Dollar eingesammelt und positioniert sich auch in Deutschland als Konkurrenz zu N26 und Monzo. Im Interview spricht Claudio Wilhelmer, Gesellschafter und Country Manager von Revolut, über den Brexit, Banklizenzen und Mobile Payment. IT-Finanzmagazin

 

– Treffpunkte –

Between the Towers: Beim ersten Mal in 2018 wird Manuel Küblböck von Gini über autonome Teams, Entscheidungen ohne Chefsessel und geteilte Verantwortung berichten. Und auch die Pitches des Abend stehen ganz im Zeichen des Themas „HR“. 6. Februar, Frankfurt. Mainincubator

Bafin-Konferenz: Im Blickpunkt der zweiten Bafin-Tech-Konferenz stehen aktuelle Themen zur Digitalisierung und zu finanztechnologischen Innovationen. 10. April, Berlin. Bafin-Seite

Expertentreffen: Der EBAday umfasst Keynotes, Podiumsdiskussionen und Debatten mit mehr als 80 führenden Zahlungsexperten, die über Schlüsselthemen und neue Herausforderungen der Branche diskutieren. 12. bis 13. Juni, München. Eventseite

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie im Veranstaltungskalender auf finletter.de.

 

– Wochenendlektüre –

Jahresausblick 2018: Welche Trends bleiben, welche kommen? finletter bat Branchenexperten wie Hartmut Giesen und Miriam Wohlfarth um eine Einschätzung. Sie sind sich einig: Dieses Jahr wird eine Konsolidierung einsetzen und erste Insolvenzen stattfinden. finletter

Die Banken und die Tech-Giganten: Andreas Krautscheid ist seit dem 1. Januar 2018 der neue Chef des Bankenverbandes. Seiner Einschätzung nach könnten Tech-Giganten wie Google oder Facebook in wenigen Jahren die härtesten Konkurrenten der Banken sein. Dennoch begrüßt er den Wettbewerb und plädiert für weitere Partnerschaften mit Fintech-Unternehmen. Hamburger Abendblatt, Gründer Wiwo

Podcast: Im Interview spricht der Gründer des Risikokapitalgebers Target Global, Alexander Frolov, über Bitcoins, Blockchain und IPO von Delivery Hero. Ihm zufolge gibt es genug Gründe für die Existenzberechtigung von Blockchain und Bitcoin, die Technologie-Kritiker zu oft außer Acht ließen. Deutsche Startups

Kryptowährungen – da kommt noch was! Als das Jahr der Kryptorevolution bezeichnet der Kollege der „Capital“ Dirk Elsner das vergangene Jahr. Neben Kryptowährungen sollte man den Trend des „Borderless Fintech“ im Auge behalten. Diesen Weg beschreiten auch immer mehr deutsche Start-ups wie beispielsweise der Robo-Advisor Ginmon aus Frankfurt. Capital

 

– Meist gelesen im letzten finletter 2017 –

…war der Beitrag über die Unterzeichnung des ersten Integrationsvertrags der Solaris Bank mit einer Tier-1-Bank. finextra

 

– Das Beste zum Schluss –

It’s all about marketing: Was haben der Bitcoin und Eistee gemeinsam? Nichts? Falsch gedacht. Ein US-Getränkehersteller hat offenbar ein besonders findiges Marketingteam. Seit der Umbenennung des Eisteeproduzenten von „Long Island Iced Tea Corp“ in „Long Blockchain Corp“, stiegt der Aktienkurs an der Wall Street um fast 200 Prozent. Man muss also schon gar keine Bitcoins mehr kaufen, um reich zu werden. FAZ

Christina Cassala

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