finletter 151 – Rekord-Funding für N26 , Giromatch, Dash

Rekord-Funding für Smartphone-Bank N26

160 Millionen Dollar – das ist die beachtliche Summe, die N26 in seiner aktuellen Finanzierungsrunde eingesammelt hat. Damit hat die Online-Bank die bislang größte Kapitalerhöhung eines deutschen Finanztechnologieunternehmens gestemmt. Neben der Allianz ist der chinesische Internetkonzern Tecent, der unter anderem für seinen Chatdienst Wechat bekannt ist, in das Berliner Fintech eingestiegen. Das Geld soll zur Umsetzung der Wachstumsstrategie und der internationalen Expansion von N26 beitragen, insbesondere bei der Erschließung der beiden neuen Märkte USA und Großbritannien.

Die Nachricht zum Mega-Funding reiht sich ein in eine Serie hoher Investitionen in deutsche Fintechs – alle innerhalb weniger Monate. Bereits die Summen, die jeweils in den Hamburger Kreditvermittler Kreditech als auch in die Berliner Start-up-Bank Solaris flossen, ließen die Szene jubeln. Ist das der Beweis, dass sich deutsche Fintechs nun endgültig mit ihren Pendants in UK oder den USA messen können? Möglicherweise. Jedenfalls werden Banken sich nun endgültig darauf einstellen müssen, dass ihnen die „jungen Wilden“ in immer größerem Maße Kunden abluchsen. Smartphone-Banken werden erwachsen und haben große Ziele. N26 macht es eindrücklich vor: Bis 2020 will man mehr als fünf Millionen Kunden erreicht haben. Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der europäischen Konkurrenz verspricht, spannend zu werden. So peilt beispielsweise das britische Revolut für 2022 weltweit 50 Millionen Kunden an – aktuell sollen es bereits 1,5 Millionen sein.

TechCrunch, Handelsblatt, Finanz-Szene, Tagesspiegel


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– Fintech-News Deutschland –

Innolend ist insolvent: Recht sang- und klanglos von der Fintech-Bühne in die Insolvenz verabschiedet hat sich das 2016 gestartete Innolend. Es soll zu keiner weiteren Folgefinanzierung mehr gekommen sein, was zu der Liquidierung geführt hatte. Das Fintech positionierte sich seinerzeit als „Finanzierungslösung für KMUs“. Zu den Investoren gehörten neben Global Founders Capital einige Business-Angel. Deutsche Startups

Value Concepts geht mit der Helaba: Mithilfe des Fintechs Value Concepts will die Helaba künftig die Platzierung von Schuldscheinen digitalisieren und verbessern. Der Testlauf startet mit dem österreichischen Energieversorger Verbund, der als erstes Unternehmen gerade einen digitalen Schuldschein ausgibt. Finance

Giromatch arbeitet mit Degussa Bank: Das Frankfurter Fintech wandelt sich dieser Tage von einem Kreditmarktplatz zum Technologieanbieter. Nun haben die Degussa Bank und Giromatch angekündigt, künftig gemeinsam an Innovationen zu arbeiten. Erster Schritt: Mithilfe von Giromatch können Kunden dort ab sofort online eine neue Firmenkreditkarte beantragen. Handelsblatt, Die Bank, IT-Finanzmagazin (Giromatch-Interview zum Pivot)

 Dash kommt nach Lübeck: Die US-amerikanische Kryptowährung Dash eröffnet in Lübeck seine erste Deutschlandrepräsentanz. Aus der Hansestadt heraus soll das Thema Kryptowährungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorangetrieben werden. Handelsblatt, finletter (Hintergrund zu Dash)

SumUp mit göttlichem Beistand: Mit den Mini-Zahlungsterminals des deutsch-britischen Unternehmens SumUp stellt die Church of England ab sofort auf der Insel kontaktlose, virtuelle Terminals und mobile SMS-Zahlungen zur Verfügung, um Transaktionen für die Gemeinden der Kirche schneller und einfacher zu machen. Finextra

Gesponserter Beitrag: Frank Thelen beim Talanx-Hackathon: Neben weiteren spannenden Speakern wird auch der DHDL-Juror beim Hack{IT}Over anwesend sein. Seien Sie dabei vom 27.-29.04.2018 in Hannover und bewerben Sie sich jetzt. hackitover.com

 

– Fintech-News International –

Eight Roads Ventures legt Fond auf: Der eigene Investmentarm von Fidelity International, Eight Roads Ventures, legt seinen neuen europäischen Fonds in Höhe von 375 Millionen Dollar auf. Das Geld soll auch in Fintech-IT fließen. TechCrunch

AirAsia erwägt den ICO: Die Low-Cost-Airline in Südostasien, AirAsia, erwägt einen ICO als Teil eines Vorstoßes in Finanzdienstleistungen. Die Fluggesellschaft hat einen Börsenwert von mehr als drei Milliarden US-Dollar und wäre damit deutlich größer als alle bisherigen Firmen, die sich an einem ICO versucht haben. TechCrunch

Zürich bekommt Blockchain-Hub: Genf und Zug haben schon einen, jetzt eröffnet in Zürich ein weiterer Blockchain-Hub. Auf 2.300 Quadratmetern sollen 200 Arbeitsplätze entstehen. NZZ

Neuer dezentraler Handelsplatz: Mit Kyber Network startet ein neuer dezentraler Handelsplatz für Kryptowährungen in die Beta-Phase. Die Kryptobörse wurde 2017 mittels Crowdfunding finanziert. BTC Echo, Wired

Blockchain-Katzen bekommen Geld: Das auf der Ethereum-Blockchain basierende virtuelle Sammelkartenspiel Cryptokitties hat zwölf Millionen US-Dollar eingesammelt. Hauptinvestoren sind die Risikokapitalfirmen Andreessen Horowitz und Union Square Ventures. Das Spiel wurde innerhalb kürzester Zeit ein viraler Hit. t3n

Twitter-Werbeverbot für Kryptowährungen: Berichten zufolge will der Kurznachrichtdienst Twitter dem Vorbild anderer Sozialer Netzwerke (finletter berichtete) folgen und Werbung für Kryptowährungen zumindest stark einschränken. Ob es sich hierbei um ein generelles Verbot oder eine differenzierte Auswahl der Werbeausspielungen handeln wird, ist derzeit nicht geklärt. BTC Echo, Computer Bild

 

– Treffpunkte –

Crypto Summit: Es treffen sich Politiker, Investoren und Unternehmer, um einen offenen Dialog zu führen und die Zukunft von Crypto zu gestalten. 27./28. März, Zürich.

Between the Towers “Big Data”: Die Keynote zum Thema “Big Data” hält Kerem Tomak, Bereichsvorstand Big Data-Advanced Analytics-AI der Commerzbank. 3. April, Frankfurt.

C3 Crypto Conference: Die Konferenz bringt die führenden Experten, Investoren, Blockchain-Start-ups, Juristen, Programmierer und jeden, der an Krypto-Währung und Blockchain- Technologien interessiert ist, zusammen. 5./6. April, Berlin.

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie in der Event-Liste auf finletter.de.


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– Wochenendlektüre –

Kolumne: Eine Blockchain ist nur so stark wie die Werte der Menschen, die sie kreiert haben. Wie immer steckt ganz viel Technologie-Optimismus in der Blockchain-Kolumne von Boris Janek. finletter

Fintech-Lösungen in Hartz IV-Debatte: Die Frage, ob Hartz IV zum Leben ausreicht, wurde nach den Äußerungen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn kontrovers diskutiert. Auch Tobias Baumgarten hat sich darüber Gedanken gemacht. Die digitalen Fintech-Lösungen spielen darin eine wichtige Rolle. About Fintech

Besuch der SXSW: Mitte März fand wieder die SXSW in Austin, Texas, statt, eine der größten Konferenzen und Festivals in einem. Fintech-Experte Hartmut Giesen von der Hamburger Sutor Bank war dabei und zieht Bilanz. Hamburg News

Crowdinvest auf Rekordhoch: Laut des Crowdinvest Marktreports des Informationsportals crowdfunding.de ist das Crowdinvestment-Volumen um 170 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro gestiegen. Das starke Wachstum ist vor allem auf den Immobilien-Markt zurückzuführen. Crowdfunding.de, Studie

Regulierung als Chance: Zuletzt rangen die Staatschefs auf dem G20-Gipfel um das ob und wie einer Regulierung von Kryptowährungen und ICOs. Auch der Autor der „Capital“, Dirk Elsner, hat sich diesen Fragen gestellt. Er sagt: „Eine Professionalisierung der jungen Wilden ist wünschenswert.“ Capital

Fintech des Jahres: Solarisbank und Billie haben den jährlichen Award der „Payment and Banking“-Jury erhalten. Für das Spar-Start-up Savedroid und den Kreditriesen Auxmoney gab es Publikumspreis. paymentandbanking.com

 

– Meist gelesen in der letzten Woche –

… war der Beitrag über eine mögliche neue Rekordfinanzierung von N26 im zweistelligen Millionen-Bereich. Finanz-Szene

 

– Das Beste zum Schluss –

Menschliches Genom auf der Blockchain: Mit seinem Unternehmen Nebula Genomics will Wissenschaftler und Gründer George Church die DNA-Analyse mit der Blockchain verbinden und die Freiwilligen mit der eigens geschaffenen Währung, dem Nebula-Token, vergüten. Das macht Ihnen Angst? Der Gründer will beruhigen: Durch die Blockchain hätten Wissenschaftler nie Zugang auf das ganze Genom, könnten aber mittels dieser Technologie ihre Fragen beantworten. Wired

Christina Cassala

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