finletter 161 – Deutsche Bank, Scalable Capital, Paypal

Deutsche Bank ändert ihre Digital-Pläne

Die Deutsche Bank zieht bei ihrer geplanten Digitalbank den Stecker: Das geplante Angebot für junge Kunden, das Ende 2018 starten sollte, wird gecancelt. Die Bank will stattdessen eine Plattform mit einfacheren Zugängen für Kunden starten. Auf diese Weise sei es leichter, den konkurrierenden Tech-Riesen Paroli zu bieten. Auf der Plattform sollen auch ausgewählte Produkte anderer Finanzakteure vermittelt werden. Ebenfalls eine Rolle spielen soll die Norisbank – welche Rolle, will die Deutsche Bank im vierten Quartal mitteilen. Indessen bescheinigt die US-Notenbank der US-Tochter der Deutschen Bank einen problematischen Zustand.

sueddeutsche.de, manager-magazin.de, handelsblatt.com (Paid), sueddeutsche.de (US-Tochter)

 

– Fintech-News Deutschland –

Scalable Capital überschreitet Milliarden-Marke: Der Münchner Robo-Advisor meldet, seit Mai mehr als eine Milliarde Euro zu verwalten. 20.000 neue Kunden sollen über die Partnerschaft mit der ING Diba gekommen sein. Damit profitiert Scalable Capital sehr von dieser Kooperation. Liqid, der zweitgrößte deutsche Robo-Advisor, verwaltet nach eigenen Angaben rund 250 Millionen Euro. gruenderszene.de, handelsblatt.com (Paid)

Alibaba prüft Logistik-Zentrum in Hamburg: Der chinesische E-Commerce-Gigant überlegt, in der Hansestadt ein Logistik-Drehkreuz zu eröffnen, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Alibaba will demnach nächstes Jahr die entsprechende Investition prüfen, falls der Handel weiterhin so stark wächst wie bislang. “Wirtschaftswoche” 22/2018, S. 7, logistik-heute.de

Allianz stockt Moneyfarm-Beteiligung auf: Die Allianz investiert weitere Millionen in den britisch-italienischen Robo-Advisor. Künftig sollen auch Deutsche Moneyfarm nutzen können. reuters.com, manager-magazin.de

Abgang bei Mercedes Pay: Geschäftsführer Jürgen Wolff hat Mercedes Pay offenbar verlassen. Stattdessen steht seit April 2018 im Impressum neben Kenneth F. Sommer nun auch Bartosz Swatko als Geschäftsführer. t3n.de

Silicon Valley Bank erhält Banklizenz: Die US-Bank darf nun Kredite in Deutschland vergeben und eröffnet eine Niederlassung in Frankfurt. handelsblatt.com (Paid), deutsche-startups.de, presseportal.de (Pressemitteilung)

Geldspritze für Decimo: Das Factoring-Start-up sammelt bei Investoren zwölf Millionen Euro ein. deutsche-startups.de

Rocket Internet erwägt Fintech-Beteiligungen: Die Berliner Start-up-Schmiede prüft Investitionsmöglichkeiten im Technologiesektor und insbesondere in Fintechs. tagesspiegel.de

Friday bekommt Versicherungslizenz: Das Autoversicherungs-Start-up kann mit der neuen Versicherungslizenz nun eigenständig seine Autoversicherung anbieten. gruenderszene.de, versicherungsjournal.de

Hanseatic Bank verpasst ihrer App ein Update: In einer neuen Version der Hanseatic Bank App haben Kunden die Möglichkeit, ihre Kreditkarte selbst zu sperren oder zu entsperren, falls kein Betrugsverdacht oder Zahlungsrückstand besteht. hanseaticbank.de (Pressemitteilung)

 

– Fintech-News International –

Paypal und Google werden Partner: Nutzer sollen künftig überall dort auch mit Paypal zahlen können, wo bisher nur Google Pay zum Einsatz kommt. Damit sei die Bezahlung mit Paypal bei vielen Google-Produkten möglich. t3n.de, googlewatchblog.de

Amazon investiert in Indien: Der Internet-Riese führt eine Finanzierungsrunde über 12 Millionen Dollar in das indische Fintech Acko an. Acko bietet unter anderem digitale Versicherungen für Autos und Smartphones an. techcrunch.com, handelsblatt.com (Paid)

Neuer Fintech-Fonds: Der österreichische Start-up-Finanzierer Speedinvest, die Raiffeisen Bank International und der Versicherer Uniqa wollen gemeinsam rund 50 Millionen Euro in Fintechs investieren. kleinezeitung.at

Monster-Krypto-Börsengang: Der US-Kopfhörer-Hersteller Monster will mit dem „Monster Money Token“ rund 300 Millionen Dollar einsammeln. coindesk.com

 

– Treffpunkte –

Between the Towers: Daniel Fitzpatrick, Technik-Chef von Triplesense Reply, referiert zum Thema Cloud Computing. 5. Juni, Frankfurt.

Innovation Day 01: Die Veranstaltung des Sparkassen Innovation Hubs behandelt die Themen künstliche Intelligenz, Blockchain, neue digitale Produkte und die API des Sparkassen Innovation Hubs. 6. Juni, Hamburg.

Fintechs – aktuelle Entwicklungen in Europa: Auf der Agenda stehen Marktentwicklungen und regionale Innovationsförderung von Fintechs in Hamburg. Außerdem werden Robo-Advisor am Beispiel von Investify beleuchtet. 6. Juni, Hamburg.

Waterkant Festival: Einige Panels behandeln die Themen Nutzen von Kryptowährungen, Aufbau einer nachhaltigen Bank und Einsatz von Augmented Reality und Virtual Reality bei Payment-Diensten. 14. und 15. Juni, Kiel.

Mehr Veranstaltungen zu Fintech finden Sie in der Event-Liste auf finletter.de.

 

– Wochenendlektüre –

Hör-Tipp: Digitalisierungsberater Christoph Keese interviewt Gerhard Kebbel von der Helaba zur Frage, wie man eine Landesbank am besten digitalisiert. Kebbel berichtet, man musste die Produktentwicklung systematisieren und in der Bank Begeisterung für Digitalisierung wecken. Man habe untersucht, welche Probleme und Beschwerden die Kunden haben und wie man diese Probleme lösen konnte. soundcloud.com (33-Minuten-Audio)

Gut geschnürtes Portfolio: Anders als viele Robo-Advisor vertraut Whitebox nicht auf starre Portfolio-Pakete, sagt die Gründerin Salome Preiswerk. Deshalb schichte Whitebox bei Bedarf das Portfolio um und reduziere beispielsweise europäische Aktienanteile zugunsten asiatischer. Ob die Regierung in Italien bald stehe oder nicht, spiele jedoch keine Rolle für den Robo-Advisor – auf solche Wetten wolle man sich nicht einlassen. gruenderszene.de

Bangen um ICO-Gelder: 2017 war das Jahr des ICO-Hypes, 2018 könnte das läuternde Jahr der Schlammschlachten werden, schreibt das „Handelsblatt“. Der Skandal um das offenbar verschwundene Geld des Krypto-Start-ups Envion veranschauliche die Probleme der ICOs. handelsblatt.com (Paid)

 

– Meist gelesen in der letzten Woche –

… war die Analyse der „Süddeutschen“ über den Aufstieg Paypals zu einem der mächtigsten Akteure in der Finanzbranche. sueddeutsche.de

 

– Das Beste zum Schluss –

Mit ins Grab genommen: Der vor einigen Wochen gestorbene US-Milliardär Matthew Mellon war laut seinem Assistenten beim Umgang mit Passwörtern fast schon paranoid. Passwörter für seine Ripple-Vermögen soll er, ganz old-school, auf Bankschließfächer in den US-Bundesstaaten verteilt haben. Nun kommen seine Erben offenbar nicht an die Zugangsdaten und müssen auf Hunderte Millionen Dollar Erbe verzichten. t3n.de

Andreas Maisch

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